Das World Economic Forum will in den kommenden 25 Jahren 3 von 4 Bürgern das Auto wegnehmen

Quelle: By Pavel Špindler, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54401411

BUENOS AIRES – Innerhalb der 36 „Pilotstädte“ des World Economic Forum (WEF) zur Umsetzung des Smart-City-Konzepts des WEF wurde kürzlich die Pilotstadt Buenos Aires an dem mit Hilfe des WEF aufgestellten „Urban Mobility Scorecard-Tool“ mit dem (erwartbaren) Ergebnis gemessen, daß drei von vier KFZ zu verschwinden haben, was belegt, daß es nicht darum geht, daß zukünftig benzinbetriebene Autos durch Elektroautos ersetzt werden, sondern daß der private Autobesitz massiv eingeschränkt werden soll. Damit wäre dieses mit Hilfe des „Urban Mobility Scorecard Tool“ und der Stadt Buenos Aires erstellte „Whitepaper“ ein weiterer Schritt in Richtung der Umsetzung der Vorhersage des WEF, daß man bis 2030 nichts mehr besitzen soll aber dennoch „glücklich sein wird‘“  

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Das demokratisch nicht legitimierte World Economic Forum und die darin versammelten Milliardäre wissen heute schon, daß in der kommenden Generation die Landbevölkerung großteils in die Stadt ziehen wird. Woher diese Leute das wissen, sagen sie uns jedoch nicht. Tatsache ist jedoch, daß die selben Leute die Ideologie verbreiten, daß es zukünftig keine Einfamilienhäuser mehr gehen könnte, da diese „umweltschädlich“ sein sollen und zu viel Platz verbrauchen sollen:

Um Lösungen für die Unterbringung einer wachsenden Weltbevölkerung zu finden, die zunehmend in städtischen Gebieten lebt, ist die Zusammenarbeit zwischen Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors erforderlich.

Das Weltwirtschaftsforum hat einen Rahmen für die Zukunft von Immobilien vorgeschlagen mit dem Ziel, das Leben in unseren Städten erschwinglicher und nachhaltiger zu machen.

Mit anderen Worten: der Klaus aus Genf/Davos will sich auch um unser Haus „kümmern“.

Bis 2050 werden fast 70 % der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben, wodurch die Größe der Städte um 2,5 Milliarden Menschen ansteigt.

Das sei schlecht meint der Klaus aus Davos und erklärt uns, daß diese vielen Menschen vom Land in die Stadt ziehen sollen, denn das Weiterleben wie bisher, also das Leben auf dem Land macht die Umwelt kaputt:

Bei der derzeitigen Entwicklung würde dies bis zur Mitte des Jahrhunderts jedes Jahr 4,6 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre bringen

rechnet der Klaus vor und deswegen darf in Zukunft nicht mehr so gewohnt werden wie bisher sagt der Klaus und warnt:

Ein solches Szenario steht im Widerspruch sowohl zum Pariser Klimaabkommen als auch zur Vision von Städten als gesund, nachhaltig und nachhaltig
erfolgreiche Orte zum Leben.

Und das WEF gibt zu, daß in seinem Weltbild die Landbewohner in die Stadt umzuziehen haben, da nur dort ein klimakonformes Leben möglich sei. Vor diesem Hintergrund hat das WEF im Mai 2023 ein Briefingpapier mit dem Titel

„The Urban Mobility Scorecard Tool: Benchmarking the Transition to Sustainable Urban Mobility“

herausgegeben, das es in Zusammenarbeit mit dem Kreditkartenunternehmen Visa verfasst hat. Nur zur Erinnerung: Visa ist das Unternehmen mit dem ein großer Teil der Bürger jeden Tag bezahlt und das deswegen massenhaft Daten über das Verhalten der Bürger im städtischen Raum besitzt.  In diesem Briefingpapier werben der WEF und Visa dafür den Bürgern

„gemeinsame, elektrische, vernetzte und automatisierte (SEAM) Verkehrsträger und eine Verlagerung hin zu kompakteren Städten“,

aufzunötigen, um so die Zahl der Autos bis 2050 auf 500 Millionen weltweit zu reduzieren (Kapitel 1, Seite 4) um so die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren. Das im Mai 2023 damit klar ausgesprochene Ziel von Visa und dem WEF ist also den meisten Bürgern deren Autos wegzunehmen.

Und natürlich können die Städte das nicht alleine –  also nicht mit dem demokratisch gewählten Stadtrat – sondern brauchen – nach Meinung des WEF – dazu den WEF:    

„Keine Stadt oder ein Unternehmen kann diese Vision allein verwirklichen“,

heißt es in der Veröffentlichung, was im Kern nichts Anderes bedeutet, als daß sich opportunistische Bürgermeister mit dem WEF verbünden sollen, um so unabhängig und unbehindert von den demokratisch legitimierten Institutionen, wie einem Stadtrat, die WEF-Agenda durchzusetzen. Das WEF kleidet diese Gedanken lediglich in andere Worte:

„Durch eine starke öffentlich-private Zusammenarbeit können wir innovative, wirkungsvolle und kontextsensitive Lösungen für die Mobilität finden, um eine nachhaltige Zukunft für Städte zu ermöglichen.“ 

Man muß diesen Leuten ja dankbar sein, daß das WEF und die in ihm versammelten Milliardäre und Millionäre so ehrlich sind, diesen größenwahnsinnigen Irrwitz offen auszusprechen. Eine solche aberwitzige Argumentationskette hätten sonst nur wenige vernunftbegabte Bürger ernst genommen.

Wir interpretieren diese Äußerungen des WEF jedoch völlig anders und leiten aus diesen Äußerungen ab, daß der WEF und seine Gefolgschaft uns das Leben auf dem Land nicht deswegen vermiesen möchte, weil damit der Planet Erde  davor geschützt werden könnte, zu verbrennen, sondern weil Menschen in der Stadt abhängiger auf Zufuhren an Energie und Lebensmitteln etc. von außen sind, als es Bewohner auf dem Land sind. Auf diese Weise sind die Stadtbewohner abhängiger und damit leichter kontrollierbar.  Das ist nach unserer Befürchtung der wirkliche Grund des WEF!

Organisiert wird die Smart-City-Agenda durch einen gewissen „Jeff Merrit“:

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Wer ist Jeff Merritt?

Verantwortlich für dieses Gequatsche ist Jeff Merritt. Jeff Merritt ist derzeit „Head of Urban Transformation, World Economic Forum“ (was es alles gibt beim WEF). Es lohnt sich diesen Jeff Merrit einmal genauer anzusehen, damit man weiß, mit wem man es zutun hat:

Jeff Merritt ist ein international bekannter Meinungsmacher in den Bereichen Stadtentwicklung, Smart Cities, Internet der Dinge (IoT), neue Technologien und Regierungsinnovationen. Merritt war bis 2017 als Innovationsdirektor der Stadt New York im Büro für Technologie und Innovation des Bürgermeisters tätig. Er ist auch für seine Arbeit als Gründer der New Yorker gemeinnützigen Organisation Grassroots Initiative bekannt, wo er bei der Organisation zur ersten reinen Online-Wahl in den Vereinigten Staaten half. Aktuell ist er Leiter der Abteilung Urban Transformation für das Weltwirtschaftsforum.

Im November 2017 trat Merritt dem Weltwirtschaftsforum als Leiter für IoT und vernetzte Geräte im Rahmen des Zentrums für die vierte industrielle Revolution bei. Dieses „Zentrum für die vierte industrielle Revolution“ stellt sich selbst als eine Möglichkeit dar, den Nutzen von Wissenschaft und Technologie für die Gesellschaft zu maximieren und „neue Ansätze für Politik und Governance“ durch öffentlich-private Partnerschaften mit Regierung, Industrie und Experten aus der ganzen Welt zu entwickeln. Mit anderen Worten: es betreibt den Abbau von Gewaltenteilung. Im Jahr 2019 startete das Weltwirtschaftsforum (WEF) die G20 Global Smart Cities Alliance, eine Initiative, die die weltweit führenden Städtenetzwerke und Technologie-Governance-Organisationen zusammenbrachte, um angeblich den ethischen Einsatz von Smart-City-Technologien voranzutreiben und globale Standards zu entwickeln.

Die Ankündigung des WEF wurde von Jeff Merrit als „entscheidender Schritt zur Beschleunigung globaler Best Practices, zur Minderung von Risiken und zur Förderung größerer Offenheit und des Vertrauens der Öffentlichkeit in Bezug auf die Datenerfassung im öffentlichen Raum“ bezeichnet.

Im August 2021 gründete das Weltwirtschaftsforum ein neues globales Zentrum für Stadttransformation mit Sitz in Detroit. Dieses wird von Merritt geleitet und ist eine Partnerschaft mit dem Immobilienunternehmen Bedrock. Es zielt darauf ab,

„die öffentlich-private Zusammenarbeit in Städten zu verstärken und integrativere und nachhaltigere Modelle für die Stadtentwicklung voranzutreiben“.

Mit anderen Worten: Merritt ist offenbar eines der „Master Minds“ hinter der Smart City-Kampagne des WEF

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Jeff Merritt koordiniert die Smart City-Aktivitäten in 36 „Pilot Cities“ auf der Welt

Am 17. November 2020, also als der Welt aus Angst vor dem Covid-Virus die Knie schlotterten gab das demokratisch nicht legitimierte Weltwirtschaftsforum bekannt, daß 36 Städte in 22 Ländern und auf sechs Kontinenten vereinbart hätten, im Rahmen der „G20 Global Smart Cities Alliance“ einen neuen Fahrplan für die angeblich sichere „Einführung neuer Technologien“ – was immer das auch heißen mag – zu entwickeln.

Als Grund für diese Initiative führt das WEF völlig unverständliches Gequatsche an:

„Städte stehen vor dringenden Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie und andere große Störungen, die voraussichtlich in einer Haushaltskrise gipfeln werden, die allein in den Vereinigten Staaten ein Volumen von 1 Billion US-Dollar erreichen könnte. Sie benötigen Daten und Innovation, um widerstandsfähiger, reaktionsfähiger und effizienter zu werden. Dennoch gibt es keinen globalen Rahmen dafür, wie Städte diese Technologien oder die von ihnen gesammelten Daten so nutzen sollten, dass das öffentliche Interesse geschützt wird.“

Der seit Jahrzehnten bekannte Schuldenexzess der USA wird also als Argument angeführt, daß die Städte in Smart Cities umgebaut werden sollen?! Aha! Man fragt sich schon, welchem Beitrag eine Smart Citiy zum Schuldenabbau leisten würde und bleibt – mangels plausibler Antwort – ratlos zurück.

Dennoch ist sich das WEF sicher:

Dies wird sich mit der Einführung eines neuen globalen politischen Fahrplans durch die G20 Global Smart Cities Alliance ändern, der Städten die Verfahren, Gesetze und Vorschriften geben soll, die sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien benötigen.

Kurz zusammengefasst: aus vollkommen unverständlichen Gründen schwingt sich das WEF auf, festlegen zu wollen, wie unsere Städte der Zunft aussehen sollen.

Die Smart-City ist eine Kampagne des WEF

Eine ganz wesentliche Information ist in diesem Text jedoch:

Das Sekretariat der Allianz ist beim Weltwirtschaftsforum untergebracht.

Das heißt also: Die Smart City-Kampagne ist eine von der Zentrale des WEF aus gesteuerte Kampagne! Und wer ist ihr Chef?

„Bei dieser Roadmap geht es nicht um theoretische Ideen und Wunschträume, sie basiert auf praktischen, realen Richtlinien führender Städte auf der ganzen Welt“,  sagte Jeff Merritt, Leiter des Internets der Dinge und der städtischen Transformation beim Weltwirtschaftsforum. „Stadtverwaltungen stehen an vorderster Front einer globalen Krise und müssen in der Lage sein, schnell und entschlossen zu handeln, um diese Pandemie einzudämmen und die Weichen für ihre wirtschaftliche Erholung zu stellen. Technologie ist in diesem Kampf ein wesentliches Instrument, aber Regierungen können nicht riskieren, in die üblichen Fallen im Zusammenhang mit Datenschutz, Sicherheit und Anbieterabhängigkeit zu tappen. Hier kann die G20 Global Smart Cities Alliance helfen.“

Neokolonial-totalitär sollen die Smart Cities  in der gesamten Welt entstehen

Ganz unbescheiden erhebt man beim WEF den neokolonialen Anspruch, alle Städte der Welt zu „Smart Cities“ umzubauen (folgendes Video  Min. 4) und, daß es nicht mehr nur ein Vorschlag sein soll, Städte zu „Smart Cities“ umzubauen, sondern es ist eine „policy“, also eine politische Agenda, wie man dem folgenden Video den Worten eines dafür weltweit Zuständigen des WEF entnehmen kann:

„Bei dieser Roadmap geht es nicht um theoretische Ideen und Wunschträume, sie basiert auf praktischen, realen Richtlinien führender Städte auf der ganzen Welt“,

argumentiert Jeff Merritt, Leiter des „Internet of Things and Urban Transformation„, beim World Economic Forum. Und natürlich mußte das Covid-Virus auch dazu herhalten, „Smart Cities“ zu schaffen:

„Stadtverwaltungen stehen an vorderster Front einer globalen Krise und müssen in der Lage sein, schnell und entschlossen zu handeln, um diese Pandemie einzudämmen und die Weichen für ihre wirtschaftliche Erholung zu stellen. Technologie ist ein wesentliches Instrument in diesem Kampf, aber Regierungen können es nicht riskieren, in die üblichen Fallen in Bezug auf Datenschutz, Sicherheit und Anbieterbindung zu tappen. Hier kann die G20 Global Smart Cities Alliance helfen.“

Mit anderen Worten: Der Ansatz des WEF ist – wieder einmal – totalitär und agiert von oben herab. Nebenbei bemerkt: Das folgende Video ist auf „nicht gelistet“ gesetzt. Man kann es also mit Hilfe der Such-Funktion in Youtube gar nicht finden, sondern nur der kann es sehen, der den Videolink hat:

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Die Umsetzung der „Smart City“-Ideologie mit Hilfe von 36 „Pionierstädten“

Um die Umsetzung der Roadmap voranzutreiben, hat die Allianz eine Gruppe von 36 „Pionierstädten“ rekrutiert, die mit den „globalen Experten“ des WEF zusammenarbeiten werden, also von diesen „Experten“ offenbar die Vorgaben erhalten werden um ihre Stadtpolitik unabhängig von den demokratisch gewählten Institutionen in Bereichen voranzutreiben, die

„vom Datenschutz und der Cybersicherheit bis hin zu besseren Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen und einer besseren Breitbandabdeckung reichen .“

Schon die Tatsache, daß das WEF angeben muss, für WLAN, Behinderte und Datenschutz Beiträge leisten zu wollen, zeigt, wie schwer sich das WEF tut einen halbwegs vernünftigen Grund für seine Quengelei zu finden:

Beginn der Aktivitäten der 36 „Smart Citiy Pionierstädte“ auf dem Smart City Expo World Congress

Die Pionierstädte starten ihre Aktivitäten heute im Rahmen einer globalen Veranstaltung, die vom Smart City Expo World Congress, der weltweit führenden Smart-Cities-Veranstaltung, organisiert wurde. Die Liste der hierfür ausgewählten „pioneer cities“ umfasst für Europa:

  • Apeldoorn, Netherlands
  • Barcelona, Spain
  • Belfast, United Kingdom
  • Bilbao, Spain
  • Karlsruhe, Germany
  • Leeds, United Kingdom
  • Lissabon, Portugal
  • London, United Kingdom
  • Milan, Italien
  • Moscow, Russia

An außereuropäischen Städten ist insbesondere

  • Buenos Aires, Argentina
  • Toronto, Canada

interessant.

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Die Arbeitsteilige Umsetzung der „Smart Cities“

Offenbar wird in jeder der Pilot-Städte und koordiniert durch Herrn Jeff Mertitt ein anderer Baustein der zukünftigen „Smart City“ ausprobiert.

Istanbul ,  Kampala ,  Mailand  und  Newcastle sponsern nach offizieller Lesart die  Dig Once-Initiative  , um sicherzustellen, daß digitale Infrastrukturen in Bauprojekte integriert werden, um angeblich deren Installation zu beschleunigen und um angeblich Unannehmlichkeiten für die Bürger zu verringern.

Mexiko-Stadt  und  Mailand  erhöhen nach offizieller Lesart ihre  Cyber-Rechenschaftspflicht, um angeblich Transparenz zu gewährleisten und das Vertrauen der Bürger in die Cybersicherheitsmaßnahmen der öffentlichen Verwaltung zu stärken.

Apeldoorn ,  Bogotá  und  Istanbul  führen nach offizieller Lesart neue  Modelle zur Datenschutz-Folgenabschätzung ein, um angeblich sicherzustellen, daß die personenbezogenen Daten der Bürger geschützt und sicher verarbeitet werden.

Doch diese offiziellen Narrative könnten auch nur eine Fassade sein, hinter der sich etwas ganz Anders verbirgt, wie man am Beispiel Appeldoorn lesen konnte (außer in der deutschen „Qualitätspresse“ natürlich).

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Apeldoorn als Pilot-City für die Verfolgung der Bürger mit Hilfe von 5G

Apeldoorn führt also nach offizieller Lésart „Modelle zur Datenschutz-Folgenabschätzung“. Dazu mußten – oder sollten – erst einmal Daten generiert werden.

Das aber geschah aber offenbar, ohne die Bürger zu informieren, daß sie elektronisch ausgespäht wurden:  In Apeldoorn geschah diese Ausspionierung der Bürger mit Hilfe von an an Lichtmasten angebrachten kleinen Kästen.

Um welche Daten es hierbei gehen kann, hat die Stadt Apeldoorn selbst zugegeben:

In einer Smart City werden Daten mittels Sensoren gesammelt. Diese Sensoren können verschiedene Dinge messen, wie Temperatur, Feuchtigkeit, Stickstoff, CO2, Feinstaub und Lärm. Diese Daten können helfen, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Scheinbar war der Stadt dieser Einblick so peinlich, daß sie diese Webpage inzwischen aus dem Netz genommen hat, weswegen diese Seite nur noch über Web-Archive einsehbar ist. Etwas konkreter, was die Daten angeht, wird ein journalistischer Beitrag:

Eine Route, bei der die Stadt – in Zusammenarbeit mit dem Tech-Unternehmen RadioLED – mit einem blitzschnellen und kostenlosen öffentlichen 5G-Netz versorgt wird, mit Ampeln, die dafür sorgen, dass Radfahrer bei Regen nicht zu lange auf grünes Licht warten müssen, Lichter an einer Kreuzung, die anzeigen, ob sich ein anderer Verkehrsteilnehmer nähert, und Sensoren, die die Sauberkeit der Außenluft verfolgen.

Mit anderen Worten: Es geht auch um die Kontrolle der Einhaltung von Ökoauflagen und die daran geknüpften Verwaltungshandlungen. Die Firma RadioLED

verwaltet auch die Daten von Tausenden von Sensoren, die den Bürgern von Apeldoorn überallhin folgen.

Was aber passiert mit den Daten?

Aber was dieses Unternehmen mit den Daten macht, die es über die Bürger von Apeldoorn sammelt, und welche anderen Vereinbarungen mit der Gemeinde getroffen werden, wird geheim gehalten. Eine Anfrage bei der Gemeinde bringt nichts.

Daraus folgt:

Die volle Kontrolle über das Smart-City-Projekt liegt daher in den Händen eines unbekannten österreichischen Technologieunternehmens.

Mit anderen Worten: Die Stadt Apeldoorn überlässt der Firma RadioLED die Verwaltung aller in der Stadt gewonnenen Daten! Eine erstaunliche Großzügigkeit für eine Firma, deren Mutter im Steuerparadies Liechtenstein residiert und die erst seit wenigen Jahren existiert.

Diese Daten werden übrigens mit Hilfe von 5G gesammelt und in dem im Besitz von RadioLED befindlichen Netz übertragen.

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Buenos Aires als Pilot-City für das Autofahrer-Mobbing

Weiteren jüngst veröffentlichten Informationen kann man entnehmen, daß die Hauptstadt Argentiniens, Buenos Aires, zusammen mit zwei weiteren Städten durch das WEF offenbar als „Pilot City“ für das Autofahrer-Mobbing ausgewählt wurde.

Laut CarsMetric gibt es derzeit über 1,45 Milliarden Autos auf der Welt, und das WEF prognostiziert auf Seite 4 in dem Briefingpapier mit dem Titel

„The Urban Mobility Scorecard Tool: Benchmarking the Transition to Sustainable Urban Mobility“

daß diese Zahl ohne sein Eingreifen bis 2050 auf 2,1 Milliarden ansteigen würde. Eine Reduzierung auf 500 Millionen Autos würde also eine Reduzierung der Anzahl der Autos um über 75 % bedeuten. 

Die Global New Mobility Coalition (GNMC)

Die Global New Mobility Coalition (GNMC)  ist eine weitere vom WEF gegründete Organisation, in der sich WEF-opportunistische Städte und internationale Konzerne zusammengeschlossen haben um ohne von demokratisch legitimierten Gremien, wie z.B. Stadträten, die Städteplanung zu gestalten.

Die Global New Mobility Coalition (GNMC) ist Teil des Center for Urban Transformation des Weltwirtschaftsforums. Das Zentrum ist eine globale Plattform für Stadtführer, Wirtschaftsführer und andere Interessengruppen, um zusammenzuarbeiten, Fachwissen bereitzustellen und Maßnahmen zur Unterstützung von Städten und städtischer Wirtschaft zu mobilisieren.

Diese GNMC ist übrigens ein Produkt der letzten Weltklimakonferenz:

Auf der COP27 im November 2022 kündigte das GNMC neue Kooperationen mit Städten an, um den Einsatz des Urban Mobility Scorecard Tools zu informieren und zu testen – Buenos Aires, Argentinien; Curridabat, Costa Rica; und Singapur.

Das Urban Mobility Scorecard-Tool

Diese neu gegründete Gesellschaft Global New Mobility Coalition (GNMC) hat dann ein Instrument neu entwickelt, das sie

Das Urban Mobility Scorecard-Tool

nennt. Dies sei ein

…Tool für Städte, um den Fortschritt in Richtung einer nachhaltigen, integrativen Mobilität zu bewerten. Bewerten Sie die Fortschritte Ihrer Stadt in verschiedenen Bereichen der nachhaltigen Mobilität, legen Sie Maßnahmen zur Weiterentwicklung fest und arbeiten Sie mit wichtigen Mobilitätsakteuren zusammen, um Ambitionen und Zusammenarbeit voranzutreiben.

preist das WEF dieses Instrument an.

Mit diesem „Tool“ können WEF-opportunistische Bürgermeister also das Ausmaß ihres Opportunismus gegenüber den WEF-Zielen dahingehend überprüfen, in welchem Umfang ihre Stadt bereits WEF-konform umgebaut ist oder nicht.

Bevor dieses Tool weltweit eingesetzt wird testete Das WEF es dieses Urban Mobility Scorecard Tools an den drei „Pilotstädten“

  • Buenos Aires, Argentinien,
  • Curitiba, Cota Rica und
  • Singapur. 

Das Ergebnis dieses der Beurteilung an diesem Maßstab des „Urban Mobility Scorecard Tools“ ist dann übrigens das bereits zitierte Weisbuch, Diesem kann man dazu entnehmen:

Wie sich Buenos Aires „bewarb“, also dem WEF gegenüber anbiederte

Buenos Aires hatte die Besonderheit, daß die Stadt als Behörde innerhalb einer großen Metropolregion für viele Mobilitätsfragen selbst zuständig ist, aber nur begrenzte Möglichkeiten bei Fragen hat, die die gesamte Stadtregion betreffen.

Die Hauptstadt Argentiniens hat sich selbst offenbar mit folgenden „Vorzügen“ dem WEF angebiedert:

Buenos Aires: Die argentinische Hauptstadt möchte die nachhaltige Mobilität verbessern, um die Menschen in Bewegung zu halten und gleichzeitig vernetztere, integrierte Transportmöglichkeiten anzubieten. Die Stadt setzt auf neue Lösungen, um die Abhängigkeit vom Privatauto zu verringern und ein gut integriertes, multimodales Verkehrssystem bereitzustellen.

Die argentinische Hauptstadt ist bestrebt, nachhaltige Mobilität auszubauen und zu entwickeln, um die Menschen in Bewegung zu halten und gleichzeitig vernetztere, integrierte Transportmöglichkeiten anzubieten. Die Stadt setzt auf neue Lösungen, um die Abhängigkeit von Privatfahrzeugen zu verringern und ein gut integriertes, multimodales Verkehrssystem bereitzustellen.

Hinzu kommt:

Insbesondere bei der Entwicklung sicherer, spezieller Radwege ist die argentinische Hauptstadt führend.

Wie gewohnt hat man dazu Parkraum vernichtet.

Unter Nutzung der durch Parkplätze neu zugewiesenen Fläche hat die Stadt über 300 km Radwege geschaffen, von denen über 90 % vor dem Verkehr geschützt sind.

Radfahren wird als Schlüsselfaktor für gesünderes und nachhaltigeres Reisen in der Stadt angesehen, mit dem Ziel, das Radfahren einfacher und zugänglicher zu machen.

Das hat den  Milliardären im WEF offenbar gefallen und Buenos Eires durfte Pilotstadt werden.

Das Ergebnis der Evaluierung von Buenos Aires

Das WEF legte mit dem Weisbuch also nun einen ersten Bericht des Einsatzes dieses neuen Tools an den  genannten drei „Pilotstädten“ vor:

Im März 2023 schloss die Global New Mobility Coalition (GNMC) des Weltwirtschaftsforums die ersten Tests eines neuen Urban Mobility Scorecard Tools ab, das es Städten ermöglichen soll, ihre Fortschritte bei nachhaltiger, integrativer urbaner Mobilität zu bewerten und zu beschleunigen.

Das Tool ermöglicht es Städten, ihre Leistung anhand von drei Grundpfeilern der städtischen Mobilität zu bewerten:

In dem Weisbuch legt das WEF nun die Ergebnisse der drei Städte-Tests vor. Bei Buenos Aires sticht insbesondere der Kampf des WEF gegen das KFZ hervor.

Die Erkenntnisse aus der Städtebewertungen mit dem UMS-Tool für Buenos Aires waren vorhersehbar. Die Bevölkerung soll zu Fuß gehen und mit dem Rad fahren:

Das Weißbuch des WEF nennt auf Sete 13 folgende vier Ziele für die Stadt Buenos Aires:

  1. Eindämmung des Anstiegs der privaten Pkw-Nutzung durch Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, des Radfahrens und Mitfahrgelegenheiten
  2. Nutzen von Technologie und Daten, um eine „Mobility as a Service“-Vision für den Transport zu verwirklichen
  3. Schaffung von mehr Fußgängerzonen und Zonen mit geringer Geschwindigkeit rund um wichtige Gewerbe- und Wohngebiete in der Stadt
  4. Aktualisierung der Verkehrssicherheitsrichtlinien im Rahmen des Engagements für Vision Zero

Sete 4 des Weisbuchs kann man entnehmen, daß das WEF dazu den privaten PKW-Verkehr um 75% gegenüber der Prognose für 2050 reduzieren will, also 3 von vier Bürgern das Auto wegnehmen will:

Quelle: https://www3.weforum.org/docs/WEF_The_Urban_Mobility_Scorecard_Tool_2023.pdf

Man beachte, daß die Vernichtung der selbstbestimmten Mobilität in Buenos Aires also weniger aus der Stadt selbst kam, sondern gemäß des Weisbuchs vom WEF stellt der opportunistische Bürgermeister von Buenos Aires seine Stadt zu diesem Zweck ganz grundsätzlich als Versuchs-Objekt zur Verfügung.

Das Ergebnis ist vorhersehbar:

Ziel der Stadt ist es, die Zunahme der privaten Pkw-Nutzung durch öffentliche Verkehrsmittel, Shared Mobility und Radfahren einzudämmen, etwa durch den Ausbau des Reichweite der öffentlichen Verkehrsanbindung in der ganzen Stadt.

Im Rahmen dieser Vision einer zunehmenden öffentlichen und gemeinsamen Mobilität möchte Buenos Aires die Technologie durch einen „Mobility as a Service“-Ansatz nutzen, um nachhaltige Mobilitätsentscheidungen bequemer zu machen.

Buenos Aires möchte außerdem lebenswertere und angenehmere Räume schaffen, indem es mehr Fußgängerzonen in wichtigen Gewerbe- und Wohngebieten schafft und im Rahmen dessen seine Ambitionen zur Verkehrssicherheit aktualisiert
Engagement für Vision Zero.

Erwartungsgemäß bläst die zuständige Verantwortliche für die Verkehrsplanung Stadt Buenos Aires Manuela López Menéndez, in das selbe Horn:

Die Förderung eines Mobilitätsökosystems, das Innovation und die Energiewende unterstützt, ist für Buenos Aires eine der wichtigsten Prioritäten. Wir freuen uns, mit wichtigen Interessenvertretern der Global New Mobility Coalition zusammenzuarbeiten und an der Unterstützung der Entwicklung des Urban Mobility Scorecard Tools beteiligt zu sein.

Und die Stadt wird durch den Test angetrieben weiter zu machen:

Um Scorecard-Themen wie Integration weiter voranzutreiben, ergreift Buenos Aires Maßnahmen in einer Reihe von Bereichen.