Wirtschaftsredakteurin der „taz“: Ein Krieg gegen die Aufheizung des Planeten ist nur durch eine Umstellung der Wirtschaft auf eine Kriegswirtschaft möglich

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ZuOc6OdhTPw

STUTTGART – Klimaschutz und Kapitalismus sind nicht miteinander vereinbar, denn Kapitalismus benötigt den unbegrenzten Zugriff auf Ressourcen, den der Klimaschutz unmöglich machen möchte. Den derzeitigen Strom-Mangel sollte man daher dazu nutzen, eine Staats-Mangelwirtschaft aufzubauen, in der der Staat den Konsumenten deren Energie-Pakete zuteilt, so die für Wirtschaft zuständige Redakteurin der linken „tageszeitung“ in einem Vortrag.

 

Seit 20 Jahren ist Ulrike Herrmann nun Wirtschaftsredakteurin bei der linken taz aus Berlin. In einer Einführung zu dem Theaterstück „ökozid“ in Stuttgart ermöglichte sie einen sonst nicht möglichen Blick hinter die Kulissen eines in ihren Kreisen offenbar gängigen linksgrünen Wirtschaftsmodells und damit einen Einblick das dabei erfolgende Zusammenspiel zwischen Öko-Aktivismus und kommunistisch-sozialistischen Revolutions-Phantasien. Ein durch „Klimaschutz“ bewirkter Mangel an Strom ermöglicht es dem Staat, eine Planwirtschaft und damit letztendlich den Sozialismus einzuführen:

„Man muß sich klar machen, daß Klimaschutz den totalen Umbau bedeutet. Da bleibt kein Stein auf dem Anderen.“

fasste sie ihren Vortrag am Ende zusammen.

Und sie skizzierte das Bild, dem gemäß durch eine „Transformation“ der kapitalistischen Ist-Zustand – der dadurch gekennzeichnet ist, daß unbegrenzte Ressourcen zu billigen Preisen zur Verfügung stehen – in eine Kreislaufwirtschaft –  in der der Mensch („idealerweise“; dieses Wort verwendet sie aber nicht) nur noch das nutzt, was er zuvor weggeworfen hat – übergeleitet wird

„Eine staatlich gelenkte Planwirtschaft, in er der Staat entscheidet, welche Produkte produziert werden, plus Rationierung, das ist die Zukunft,“

prophezeit die Wirtschaftsredakteurin der linken taz. Der Weg von der ressourcenverschlingenden kapitalistischen Wirtschaft zur Kreislaufwirtschaft ist aus ihrer Sicht nur durch eine Art Kriegswirtschaft möglich, in der der Staat die zu produzierenden Produkte definiert.

Wem schießen da nicht die Grundlagen des Kommunismus in den Kopf: Die hässliche Welt muß in das kommunistische Utopia überführt werden, wo ewiger Frieden herrscht und im Übergangszustand fallen halt Späne (in der Regel durch Millionen Tote), wo gehobelt wird.

Was Herrmann  nicht erwähnt ist, daß genau das nun bereits der Fall ist, und zwar ohne daß diejenigen, die die Wirtschaft umbauen, also transformieren, den Bürgern reinen Wein eingeschenkt haben.

Fakt ist: Die Bürger Deutschlands erleben derzeit, daß die Menge an zu produzierender Energie politisch gewollt reduziert wird, um letztendlich den verbliebenden Rest an produzierter Energie mit Hilfe einer Planwirtschaft angeblich „gerecht“ zu verteilen. Hier ein Zusammenschnitt ihrer Kernaussagen:

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Ulrike Herrmann

Gelernt hat sie Bankkauffrau. Das heißt, ihre ökonomischen Kenntnisse dürften über den Betrieb einer Sparkassenfiliale kaum hinausreichen. Doch dann hat sie an der FU Berlin Geschichte und Philosophie studiert, um ihre Kenntnisse noch ein wenig aufzublasen. Beides merkt man ihren Vorträgen auch an. Trivialerkenntnisse werden bei ihr gerne philosophisch überhöht. Leider wird in ihrer öffentlichen Biographie verschwiegen, ob sie mindestens einen dieser beiden Studiengänge auch erfolgreich abgeschlossen hat?

Das Problem ist nur: Ulrike Herrmann ist Wirtschaftsredakteurin bei der linken „tageszeitung“ (taz) und dadurch mit ihrer – mehr oder weniger vorhandenen Ausbildung in Ökonomie – in einer  Szene, die zu einem großen Teil aus „*ologen“ irgend einer Art besteht, selten. Vielleicht wird sie deswegen gerne als Gast durch Radio- und Fernsehshows gereicht, um dort Rede und Antwort zu wirtschaftspolitischen Fragen zu stehen.

DAs Wichtige an ihren Vorträgen ist jedoch: Sie ermöglicht den Zuhörern einen Einblick in eines der Wirtschaftsmodelle der Linken! Durch diese ihre Veröffentlichungen bekommt man so erstmals einem Einblick darüber, was die linksgrüne Szene in wirtschaftlicher Hinsicht mit unserem Land vorhaben könnte. Und das hat es in sich!

Vom Kapitalismus zur Kreislaufwirtschaft

Ihr zufolge wäre es ein absoluter Kategorienfehler zu glauben, daß Energie noch einmal billig wird, denn die Wirtschaft und die Gesellschaft werden mit Hilfe der Verteuerung der Energie einer „Transformation“ unterzogen. Es ist für Herrmann eine Transformation von einem Kapitalismus, hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Genau das kann man auch dem Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung auf Seite 33 entnehmen:

„Wir haben das Ziel der Senkung des primären Rohstoffverbrauchs und geschlossener Stoffkreisläufe.“ 

Der große Vorteil von Herrmanns Vortrag ist also, daß der Zuhörer einen Eindruck davon bekommt, was ihm die Regierung bisher verschwiegen hat

Es wird hier jedoch verschwiegen, daß die Grundlage von Kapitalismus ein Zugang zu idealerwiese unbegrenzten Mengen der drei Produktionsfaktoren Ressourcen, Kapital und Arbeiter ist. Durch das effiziente Zusammenspiel dieser drei Produktionsfaktoren ist eine möglichst effiziente Produktion der Güter möglich, die der Konsument gerade nachfragt. Die Folge ist Wachstum!

Der Preis der „Transformation“

Wie kommt man aber aus einem Kapitalismus, der zu seinem Betrieb einen Zugriff auf Ressourcen benötigt zu einer Kreislaufwirtschaft, die nur von den Ressourcen lebt, die sich bereits im Kreislauf befinden? Diese Frage wird durch die Regierung mit dem Begriff der „Transformation“ verniedlicht, ganz so, als ob man sich alte Kleidung auszieht und neue Kleidung anzieht.

Wenn man dem ökonomischen Grundprinzip also einen Produktionsfaktor entzieht, dann gerät das gesamte Prinzip in Unordnung. Kastriert man beispielsweise den Produktionsfaktor „Ressourcenverbrauch“,  dann ist auch kein Wachstum mehr möglich, denn ohne unbegrenzte Ressourcen, weniger Güter und weniger Güter bedeutet weniger Gewinn. Die Folge ist eine Schrumpfung, erklärt Herrmann. Das aber ist genau das Ziel der Kreislaufwirtschaft!

Durch die Kreislaufwirtschaft werden dem ökonomischen System systematisch die Ressourcen entzogen und durch staatlich definierte Ressourcen ersetzt.

Nach diesem Vorbild werden derzeit beispielsweise die (angeblich klimaschädlichen) Energieträger Kohle, Gas, Öl als Ressource dem ökonomischen Prinzip entzogen und durch (angeblich klimafreundliche) Energieträger Wind und Solar ersetzt. Dadurch wird das gesamte bisherige ökonomische Gefüge zum Einsturz gebracht. Im Kern ist dies –  und das gibt Herrmann zu – eine Revolution, bei der kein Stein auf dem Anderen bleibt:

„Man muß sich klar machen, daß Klimaschutz den totalen Umbau bedeutet. Da bleibt kein Stein auf dem Anderen.“

Mangelwirtschaft als Folge

Wenn man also beim Produktionsfaktor „Ressource“ den Faktor der Energie herausgreift und durch den Staat definieren lässt, daß nur das „Staatsprodukt“ Solarstrom und Wind-Strom politisch erlaubt sind, dann verknappt man den Produktionsfaktor „Energie“ / „Strom“, was wiederum zu steigenden Preisen führt, denn bei einem Mangel an Gütern sind die Konsumenten in der Regel bereit höhere Preise zu zahlen.

Herrmann führt jedoch aus, daß nach 20 Jahren an Förderung die Windenergie bisher nur 5% des Gesamtenergieverbrauchs erzeugen kann. Wind- und Solarenergie zusammen 7%. Wenn man also so weiterleben möchte, wie bisher, so müssten noch 95%, bzw. 93% der bisherigen Energieträger umgestellt werden. Das aber ist praktisch unmöglich.

Hinzu kommt, daß Wind und Sonne nicht immer zur Verfügung stehen. Wenn man sie speichern wollte, dann stehen bisher nur Wasserstoff und Batterien zur Verfügung und diese zu füllen ist wiederum nur mit großem Energieaufwand möglich.

Damit steht für Herrmann fest:

Bisher gab es Energie im Überfluss. Ökoenergie wird jedoch immer ein knappes Gut bleiben und damit ein teures Gut.

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Stellschraube Verzicht

Es bleibt damit aus Sicht von Herrmann gar nichts Anderes übrig, als Verzicht zu üben. Die „Transformation“ wird damit mit einem „Grünen Schrumpfen“ verbunden sein. Die Unmöglichkeit durch Windkraft und Sonnenkollektoren weitere 95% oder 93% der bisherigen Energieträger umstellen zu können, durch nach Herrmann dazu führen, verzichten zu müssen. Die Folge wird ihrer Überzeugung nach daher sein:

  • Keine Flüge im Flugzeug mehr, für niemanden
  • Ökoenergie wird nicht für private Autos reichen, auch nicht für E-Autos
  • Grünes Schrumpfen wird die Banken betreffen, da man für eine Kreditrückzahlung ein Wachstum bräuchte. Das selbe Problem betrifft Lebensversicherungen etc.

Folglich werden bei einem derartigen „grünen Schrumpfen“ und dem politisch gewollten Wegfall ganzer Branchen, viele Arbeitskräfte freisetzen. Diese vielen Arbeitskräfte werden das Lohnniveau drücken, da diese um die wenigen verbliebenen Arbeitsstellen konkurrieren werden.

An die Stellschraube, zusätzliche Energie durch z.B. andere Kraftwerke, wie z.B. Gezeitenkraftwerke, Wasserkraft, Kernkraftwerke etc. zu produzieren, denkt die ehemalige Bankangestellte in ihrer ideologischen Einbetonierung nicht einmal.

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Der Staat baut seine Machtposition in  der staatlich gewollten Öko-Planwirtschaft aus

Ein zweiter wichtiger Punkt ist, daß diese Art von Mangelwirtschaft dem Staat die Möglichkeit gibt, seinen Einfluß auszubauen. Der Staat definiert in diesem Fall nämlich die staatlich opportunen Produkte und der Staat sorgt auch für die Verteilung der knappen Güter. Die Folge: ein Machtzuwachs des Staates!

Genau das geht auch aus dem Koalitionsvertrag der derzeitigen Regierung hervor:

Hierzu passen wir den bestehenden rechtlichen Rahmen an, definieren klare Ziele und überprüfen abfallrechtliche Vorgaben. In einer „Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie“ bündeln wir bestehende rohstoffpolitische Strategien. Auf dieser Grundlage setzen wir uns in der EU für einheitliche Standards ein. „

Doch dabei wird übersehen: bisher ist es noch keiner staat­lich ver­ord­ne­ten Superintelligenz gelungen, die Bedürfnisse von Mil­lio­nen von Marktteilnehmern besser zu befriedigen, als der Kapi­ta­lis­mus!

Der ehemalige Bank-Lehrling Ulrike Herrmann träumt also im Kern davon, mit Hilfe des Vorbilds der englischen Kriegswirtschaft im 2. Weltkrieg die Wirtschaft von einer kapitalitischen, auf Wachstum ausgegten Wirtschaft, hin zu einer „grünen“, auf Schrumpfung ausgelegten Wirtschaft „transformieren“ zu können, indem der Staat eine „Grüne Planwirtschaft“ mit Staatsprodukten betreibt, unter denen Marktwirtschaft möglich ist.

Tichys Einblick ist hierzu skeptisch und sieht weniger die englische Kriegswirtschaft, sondern den französischen Jakobinismus als Vorbild:

Als viel bes­se­re Ana­lo­gie, auch was den Aus­gang des Expe­ri­ments anbe­langt, eig­net sich die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on, beson­ders in den Jah­ren 1793 und 1794. Auch hier zeig­te sich bei den schlimms­ten Eife­rern die­ser Rousseau’sche Zwang, sich vom Zivi­li­sier­ten (vulgo Ver­derb­ten) zu ver­ab­schie­den und nach einem uni­ver­sel­len Natur­recht zu leben, in wel­chem es für den gesin­nungs­fes­ten Fran­zo­sen eigent­lich nur zwei geeig­ne­te Werk­zeu­ge gab: den Pflug oder die Waf­fe. Ähn­lich wie die grü­ne Revo­lu­ti­on heu­te star­te­te auch die fran­zö­si­sche als eine bür­ger­li­che, die jedoch immer schnel­ler von der Gleich­heit der Chancen zur Gleichheit der Ver­mö­gen abglitt.

Immer mehr staat­li­che Ein­grif­fe und Gän­ge­lei­en folg­ten und schlech­te Erlas­se wur­den durch noch schlech­te­re ersetzt. Nach der Ein­füh­rung von Höchst­prei­sen und Höchst­löh­nen brach die Wirt­schaft am Ende fast voll­stän­dig zusam­men, weil der all­mäch­ti­ge Wohlfahrtsausschuss schließ­lich so vie­le Zügel in der Hand hat­te, dass die zu len­ken­den Pfer­de nicht mehr wuss­ten, ob sie vor­wärts oder rück­wärts gehen soll­ten und zudem völ­lig ver­ängs­tigt und unselbst­stän­dig waren. Wol­len wir hof­fen, dass es bei unse­ren Grün­ro­ten nie­man­den gibt, der es ver­mag, uns in der Rol­le eines Robes­pierre über die­se Brü­cke zu jagen.

Dem folgenden Fazit aus Tichys Einblick schließen wir uns ausdrücklich an:

Die so kal­ten wie ehr­li­chen Wor­te von Ulri­ke Herr­mann kom­men viel­leicht gera­de noch recht­zei­tig, um den Weg in die Dun­kel­heit in ein gespens­ti­sches Licht zu tau­chen. Denn wenn auch nicht alle Kli­ma­ret­ter sich bewusst sind, dass es so etwas wie grü­nes Wachs­tum oder auch nur eine bezahl­ba­re Ener­gie­ver­sor­gung durch Son­ne und Wind nicht gibt, so würden doch die meis­ten von ihnen den Weg abwärts auch dann gehen, wenn sie wüss­ten, was am unte­ren Ende der Rei­se auf sie war­tet. Man hofft, selbst nicht über die Klin­ge springen zu müs­sen, weil man die Revo­lu­ti­on doch stets rück­halt­los beju­belt hat. Eine Ricarda Lang, ein Kevin Küh­nert oder auch Ulri­ke Herr­mann wer­den nie als Bio­bau­ern und Forst­ar­bei­ter im Herrmann’schen Öko­so­zia­lis­mus fro­nen. Sie hof­fen auf einen Pos­ten bei der Bedie­nung der Guillotine.