PARIS – Eine auffällige Gemeinsamkeit: acht Spender für Organisatoren der „Kundgebungen“ in Frankreich haben etwas gemeinsam!
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Seit Wochen kommt es in Frankreich im Umfeld von so bezeichneten „Schüler- und Studentenprotesten“ zu Ausschreitungen, Bränden und Plünderungen.
Die spanische Zeitung La Gaceta (21. Oktober 2026) hat nun recherchiert, wer denn für diese Randale und Zerstörungen spendete. in diesem Zusammenhang fanden sich sieben Organisationen, die diese „Proteste“ finanziell unterstützen oder das Polizeivorgehen kritisieren und zugleich dokumentierte Verbindungen zu der Open Society Foundations (OSF) haben.
- Genannt werden
- Ligue des droits de l’Homme (LDH),
- Human Rights Watch (HRW),
- FIDH,
- OMCT,
- Amnesty International,
- 350.org und
- Attac Frankreich.
Die Art der Verbindungen unterscheidet sich stark: Sie reichen von Großspenden bis zur Teilfinanzierung einer einzelnen Publikation.
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Ei wer züntelt denn da?
Frankreich erlebt eine Protestwelle, die angeblich von Schülern und Studenten getragen wird. Begleitet wird diese jedoch von gewaltsamen Zwischenfällen.
Die Journalisten Unai Cano der spanischen Zeitung Gazeta haben nun geprüft, welche Organisationen
- zu Kundgebungen aufgerufen,
- Forderungen der Jugendlichen unterstützt oder
- die Polizei kritisiert
haben. Sie fanden bei dieser Recherche sieben Organisationen, denen gemeinsam ist, dass sie Verbindungen zu dem Stiftungsnetzwerk Open Society Fundation . Nach Darstellung beider Texte sind das Verbindungen unterschiedlicher Art und Tragweite. Ebenso unterschiedlich ist die Rolle der Organisationen in den Protesten.
Die Ligue des droits de l’Homme (LDH).
Die Verbindung gilt als besonders klar belegt. Der französische Rechnungshof stellte 2021 fest, dass die LDH 2017 Mittel der OSF erhielt. Die Stiftung selbst nennt die Organisation in einer Übersicht ihrer Aktivitäten in Frankreich. Die Ortsgruppe Nantes rief am 16. Oktober dazu auf, die Mobilisierung des Folgetages zu unterstützen, und nannte einen Treffpunkt am Place Foch. Nach Angaben der Gaceta unterzeichnete sie außerdem eine Petition studentischer Verbände mit zehn Forderungen zu Bildung und Lebensbedingungen.
Human Rights Watch
HRW erhielt nach der Ankündigung der OSF von 2010 über zehn Jahre 100 Millionen US-Dollar. Das war nach Darstellung der Quellen die größte Einzelspende in der Geschichte der Organisation. Am 14. Oktober veröffentlichte HRW einen Beitrag, der der Polizei übermäßige Gewalt auch gegen Minderjährige vorwirft. Interessanterweise wertet HRW die Demonstrationen trotz der Gewalttaten für überwiegend friedlich. Die Gaceta hält ausdrücklich fest, dass HRW nicht als Organisatorin der Märsche ausgewiesen ist. Die Organisation äußert sich also zu den Protesten, ruft aber nicht zu ihnen auf.
FIDH und OMCT
Die Internationale Föderation für Menschenrechte führt die OSF öffentlich unter ihren privaten Geldgebern. Die Weltorganisation gegen Folter weist sie in ihren Finanzberichten ebenfalls aus. Die Gaceta spricht von 620.616,71 Schweizer Franken, die dem Netzwerk SOS-Torture zugeordnet seien. Der Unterschied lässt sich aus den Texten nicht auflösen. Für eine belastbare Zahl wäre der Finanzbericht der OMCT selbst heranzuziehen. Gemeinsam mit der LDH veröffentlichten FIDH und OMCT am 9. Oktober eine Erklärung. Darin kritisieren sie die polizeiliche und justizielle Reaktion auf die Schülerbewegung und fordern eine Untersuchung möglicher Übergriffe sowie eine Überprüfung der Einsatzdoktrin.
Amnesty International
Im Jahresabschluss 2024 der internationalen Struktur wird der Anstieg der Zuschüsse vor allem auf eine Zuwendung der OSF zurückgeführt. Die Gaceta weist darauf hin, dass dies die internationale Organisation betrifft. Es belegt keine konkrete Zahlung an die französische Sektion für die aktuellen Proteste. Amnesty forderte Anfang Oktober, die Lage zu deeskalieren, das Versammlungsrecht zu wahren und unverhältnismäßige Gewalt zu vermeiden.
350.org und Attac Frankreich.
Die Klimaorganisation 350.org nannte die OSF in ihrem Jahresbericht 2021 unter den unterstützenden Stiftungen. Die Gaceta ergänzt, dass ihre französische Sektion zum „Mouvement du 26 septembre“ gehört und den 17. Oktober als Tag des Zusammenlaufens der Proteste darstellt. Attac Frankreich rief ausdrücklich zur Teilnahme an diesem Tag auf. Die Verbindung zur OSF ist hier am schwächsten. Attac gab 2017 als Mitherausgeber den Bericht „L’Europe enlisée dans le gaz“ heraus, dessen französische Fassung teilweise von der Open Society Initiative for Europe gefördert wurde. Das betrifft eine einzelne Veröffentlichung. Auf eine allgemeine Finanzierung Attacs oder der heutigen Aufrufe lässt es nicht schließen.
Beide Texte unterscheiden zwischen dokumentierter Förderung und unbelegter Finanzierung der Unruhen. Die Förderungen sind in Rechnungshofberichten, Jahresabschlüssen und Förderlisten nachvollziehbar. Für eine Finanzierung oder Steuerung der Ausschreitungen durch die OSF nennt die Gaceta keinen Beleg.
Auffällig ist auch die Bandbreite der Rollen. Manche Organisationen mobilisieren selbst, etwa die LDH-Gruppe in Nantes und Attac. Andere äußern sich nur zum Polizeivorgehen, etwa HRW und Amnesty. Zudem liegen Förderungen teils Jahre zurück, so bei der LDH 2017 und bei 350.org 2021.
Damit ist ein Netzwerk von Organisationen mit früheren oder aktuellen OSF-Förderungen dokumentiert, also ein Netzwerk das von der OSF mitfinanziert wurde/wird. Dieses Netzwerk hat dann die Proteste in Frankreich finanziell unterstützt. Eine direkte Finanzierung der Ausschreitungen durch die OSF ist hierdurch aber nicht gemeint.



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