ADDIS-ABEBA – Moderner Regentanz am Ende: Klima-Jüngern droht durch ausbleibendes Geld das Ende.
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Net Zero setzt dreierlei voraus: eine verlässliche Finanzierung der wissenschaftlichen Grundlagen, einen politischen Konsens und eine jederzeit gesicherte Energieversorgung. Addis Abeba und der Golf zeigen, dass keine der drei Voraussetzungen gegeben ist. Bevor weitere Milliarden in die Dekarbonisierung fließen, braucht es eine ehrliche Debatte über Kosten, Machbarkeit und Versorgungssicherheit.
Ach übrigens, gab es da nicht eine Zeit in der behauptet wurde, dass das Argument
„Corona-Maßnahmen sind nur eine Vorübung für eine spätere Klima-Einschränkungen“
als Verschwörungstheorie diskreditiert wurde? Wer sich nicht erinnern kann / will, dem helfen wir gerne:
Nur zur Erinnerung für die, die das schon wieder vergessen haben…
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Klima-Kult in schwerem Fahrwasser
Der gescheiterte IPCC-Gipfel von Addis Abeba und die Energiekrise am Golf zeigen, dass die Net-Zero-Politik auf politisch ausgehandelter Wissenschaft, unsicherer Finanzierung und unrealistischen Annahmen zur Energieversorgung beruht.
2026 haben sich nun die IPCC-Staaten zum sechsten Mal in Folge sich nicht auf einen Zeitplan für den siebten Sachstandsbericht zum Klima einigen können. Hinzu kommt: auch das eigene Budget blieb offen. Die Finanzierung dieses Formats, das auf auf freiwilligen Beiträgen geruht, wird immer schwieriger. Da diese freiwilligen Beiträge sinken, ist jetzt schon erkennbar, dass seine Finanzen Ende 2028 zu Ende gehen werden. Eine Reduzierung der Ausgaben würde diesen Tod noch um einige Jahre hinausziehen können.
Der dortige Streit um ein Datum belegt, wie interessengetrieben die Arbeit dieses Gremiums ist. Die Reduzierung der Öllieferungen durch die Kriege im Nahen Osten setzen Industrie und Ernährungsproduktion unter Druck. Kritiker von Net Zero bekommen hierdurch Aufwind und fühlen sich in ihrem Argument bestätigt, dass die angestrebte Dekarbonisierung unbezahlbar und technisch kaum erreichbar ist.
IPCC-Gipfel geplatzt
Am Freitagabend, dem 16. Oktober, brach IPCC-Chef Jim Skea die 65. Plenarsitzung in Addis Abeba ohne Beschluss ab. Zum sechsten Mal in Folge hatten sich die Mitgliedstaaten nicht auf einen Zeitplan für den siebten Sachstandsbericht (AR7) einigen können. Skea sprach von einer „tiefen Enttäuschung“ und einem der schwierigsten Treffen in der Geschichte des Gremiums. Die aktuell zentrale Botschaft lautet: Einen Fortsetzungstermin gibt es nicht!
Das Geld wird knapp
Noch schwerer wiegt, dass auch der Haushalt des IPCC offen blieb. Der IPCC lebt zu großen Teilen von freiwilligen Beiträgen. 2025 lagen sie um 5,3 Millionen Franken unter dem Niveau von 2023. Bis Anfang Juli 2026 zahlten nur 16 Regierungen und Organisationen zusammen 2,8 Millionen Franken ein. Das Sekretariat veranschlagt für AR7 rund 33 Millionen Franken. Es warnt, der Fonds sei bei den Beiträgen von 2025 Ende 2028 leer. Die USA, früher größter Geldgeber, zahlen seit 2024 nichts mehr. Ein Gremium, dessen Berichte als Grundlage für milliardenschwere Klimapolitik dienen, kann damit seinen eigenen Betrieb nicht mehr sichern. Schon das belegt, dass der vom IPCC ausgehende Klima-Kult von den USA und den durch die USA beinflussten Regierungen ausgeht.
Die Zeit wird knapp
Die Blockade offenbart den Kern des Problems: Der IPCC ist ein zwischenstaatliches Gremium, und alle Beschlüsse brauchen Konsens. Reiche Staaten, darunter auch die EU-Staaten und Inselstaaten wollen alle drei Teilberichte bis zur globalen Bestandsaufnahme 2028 fertigstellen. Ärmere Staaten, darunter Saudi-Arabien, Indien, Russland und Kenia verlangen hingegen mehr Zeit und tragen das Argument vor:
„Wenn ein Prozess sehr schnell abläuft, wäre er nicht inklusiv“,
argumentiert die kenianische Klimawissenschaftlerin Joyce Kimutai gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Auch Indien kritisiert, dass Gerechtigkeit und Teilhabe bislang zu kurz kämen. Damit verheddert sich die UNO in ihren eigenen Zielen. Einerseits behauptet sie für die abgehängten Länder des „globalen Südens“ sprechen und agieren zu wollen. In der Realität hingegen setzt sie einen Zeitrahmen, denn Länder mit geringen Forschungsbudgets nicht einhalten können, da die Produktion wissenschaftlicher Daten und Erkenntnisse bei ihnen eben länger dauert als in den reichen Industriestaaten.
Saudi-Arabien warf dem Sekretariat sogar „blanke Voreingenommenheit“ vor. Mehrere Staaten beklagten, Budgetposten würden als Geiseln genommen. Delegierte armer Länder reisten ab, bevor entschieden wurde. Selbst der IPCC-nahe Autor Prof.Fabrice Lambert räumt am 18. Oktober ein, die Diskussionen hätten sich
Wer so verhandelt, liefert keine neutrale Wissenschaft, sondern Verhandlungsergebnisse.
Die Golfkrise als Realitätstest
Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus haben gezeigt, wie verwundbar Energieimporteure sind. Indien bezieht rund 85 Prozent seines Erdgases, des Hauptrohstoffs für Harnstoffdünger, vom Golf. Auch Pakistan und Bangladesch und deren Produktion von Dünger für die Landwirtschaft hängen an Gaslieferungen aus der Region. Wird dieser Dünger teurer oder fehlt komplett, sind davon Ernten und Nahrungspreise von Hunderten Millionen Menschen betroffen. Die Politik, die fossile Brennstoffe rasch verdrängen will, ignoriert diese Abhängigkeiten seit Jahren.
Net Zero in der Kritik
Die Skepsis kommt längst nicht nur von den Rändern. Die britische Oppositionsführerin und Parteichefin der britischen Konservativen, Kemi Badenoch, bekannte in einer Grundsatzrede, die sie am 17. bzw. 18. März 2025 in London zum Auftakt ihres programmatischen Erneuerungsprozesses („Policy Renewal Programme: Energy“) gehalten hat.:
es lasse sich nicht erreichen,
„without a serious drop in our living standards or by bankrupting us“.
Der Energieforscher Prof. Vaclav Smil hält Nullemissionen bis 2050 für
Mindestens 40 Prozent der Endnachfrage ließen sich kaum oder gar nicht elektrifizieren. Dazu zählen Zement, Stahl und Rohstoffe der Industrie. dort hat diese Erkenntnis, dass Net-Zero Wohlstandsverlust bedeutet bereits die Mainstreampresse erreicht. Doch es gab auch weitere frühe Warner:
Bjørn Lomborg urteilt, das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Net Zero sei
Der Nutzen einer vollständigen Erreichung von Net Zero im Laufe dieses Jahrhunderts läge für den globalen Durchschnittsbürger bei ca. 700 US-Dollar pro Jahr (durch vermiedene Klimaschäden). Die Kosten der Umsetzung (Transformation der Energiesysteme, Verteuerung von Gütern und Produktionsausfälle) belaufen sich laut den Modellen jedoch auf über 4.000 US-Dollar pro Kopf und Jahr weltweit – bzw. auf bis zu 30.000 US-Dollar pro Person und Jahr, wenn die Lasten überwiegend von den Industrieländern getragen werden.
Sogar im Lager der Klima-Apokalyptiker tritt man auf die Bremse:
Selbst Bill Gates, der Net Zero weiter unterstützt, warnte Ende 2025 vor der „Weltuntergangssicht“ auf das Klima und hielt Temperaturziele nicht für die besten Maßstäbe.
Übersetzt:
„Es gibt eine düstere Sichtweise auf den Klimawandel, die besagt: In wenigen Jahrzehnten wird ein katastrophaler Klimawandel die Zivilisation auslöschen. […] Zum Glück für uns alle ist diese Ansicht falsch. Obwohl der Klimawandel schwerwiegende Folgen haben wird – insbesondere für die Menschen in den ärmsten Ländern –, wird er nicht zum Untergang der Menschheit führen.“
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Der Kampf gegen den Bedeutungsverlust mit Karl Lauterbach und Jeremy Farrar
Es gibt jedoch eine kleine Gruppe von „Propheten“, die sich wacker gegen ihren Bedeutungsverlust stemmen. Dazu gehört natürlich die UNO.
Zur Erinnerung: Der Weltklimarat (IPCC) ist ein zwischenstaatlicher Ausschuss der Vereinten Nationen (UNO). Auf der anderen Seite ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO). So verwundert es uns nicht, dass auf uno–Ebene, wo es keine Gewaltenteilung mehr gibt, die WHO dem in Not geratenen IPCC zur Seite springt und unterstützende Horrormeldungen erzeugt und verbreitet.
Eine neue Arbeitsgruppe mit alten Bekannten
Zu diesem Zweck hat die WHO im vergangenen Jahr die sogenannte Pan-European Commission on Climate and Health (PECCH) gegründet. Die Namen seiner elf Mitglieder lauten:
- Katrín Jakobsdóttir – Vorsitzende; ehemalige Ministerpräsidentin Islands
- Sir Andrew Haines – wissenschaftlicher Chefberater; Professor für Environmental Change and Public Health an der London School of Hygiene and Tropical Medicine
- Majlinda Bregu – ehemalige Generalsekretärin des Regional Cooperation Council und frühere albanische Europaministerin
- Hans Bruyninckx – ehemaliger Exekutivdirektor der Europäischen Umweltagentur
- Sandrine Dixson-Declève – Ehrenpräsidentin des Club of Rome und Executive Chair von Earth4All
- Omnia El Omrani – Climate Change and Health Policy Fellow am Imperial College London
- Enrico Giovannini – ehemaliger italienischer Minister für Infrastruktur und nachhaltige Mobilität
- Khatuna Gogaladze – ehemalige georgische Umweltministerin
- Connie Hedegaard – ehemalige dänische Umweltministerin und frühere EU-Kommissarin für Klimapolitik
- Ernst Kuipers – Vizepräsident für Forschung an der Nanyang Technological University; ehemaliger niederländischer Gesundheitsminister
- Karl Lauterbach – Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemaliger Bundesgesundheitsminister
Ihre Aufgabe sei es, ein Frühwarnsysteme für Hitzewellen zu erarbeiten.
Ihr Ziel ist es, eine angebliche „Klimakrise“ als
darzustellen und eine solche auszurufen. Genau fordert die von der WHO selbst eingesetzte paneuropäische Kommission, zu der auch Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach gehört. Es ist also eine Kopie der Grundidee, die bei Covid Anwendung fand, genau so wie es die „Verschwörungstheoretiker“ vorhergesagt hatten. Am 18. Mai 2026 titelte die SPD-nahe Frankfurter Rundschau:
„Klima wie Corona: Lauterbach fordert von WHO höchste Notstandsstufe für die Erde“
Klima als Notstand?
- „Ermittlung der miteinander verbundenen Gesundheitsrisiken, der Folgen des Nichthandelns und der Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheit durch Klimaanpassung und Klimaschutz;
- Identifizierung von Lücken in staatlichen Maßnahmen, Strategien und Verwaltungssystemen, die ein wirksames Klimaschutzmaßnahmen behindern;
- Empfehlungen für Strategien zur Beschleunigung von Gesundheits- und Klimaschutzmaßnahmen, sowohl kurz- als auch langfristig;
- Die Bedeutung des Gesundheitswesens in der Klimapolitik hervorheben und sich bei hochrangigen Entscheidungsträgern für die abschließenden politischen Empfehlungen ihrer Arbeit einsetzen; und
- Beratung der WHO/Europa hinsichtlich der besten Möglichkeiten zur Stärkung ihrer Unterstützung der Mitgliedstaaten in den Bereichen Gesundheit und Klimawandel.
Die Kommission wird von Ihrer Exzellenz Katrín Jakobsdóttir, der ehemaligen Premierministerin Islands, geleitet und von ihrem wissenschaftlichen Chefberater Sir Andrew Haines, Professor für Umweltwandel und öffentliche Gesundheit an der London School of Hygiene and Tropical Medicine, unterstützt.“
Mittendrin: Karl Lauterbach
Für den deutschen Kulturraum lieferte Karl Lauterbach bereits 2021
Spätestens hier sollten die Glocken klingeln: Corona, war da nicht etwas?
Und es gibt da eine vielsagende Aussage von Karl Lauterbach aus dem Jahr 2021, der damals in einem interview über Corona-Einschränkungen sagte:
„Ich kann beispielsweise weniger reisen, ich muss auf viele Dinge verzichten. Somit schränke ich meine Freiheit ein, um die Pandemie zu bekämpfen. Wenn ich also die Klimakrise nach vorn denke, dann […] können wir in der Klimakrise in eine Situation kommen, dass wir das eine oder andere auch verbieten müssen
Das Zitat stammt aus dem Interview „phoenix persönlich: Prof. Karl Lauterbach zu Gast bei Alfred Schier“. Die Sendung lief am Freitag, 19. Februar 2021, um 24:00 Uhr auf Phoenix. Das gesamte Interview enthielt folgende Passage:
Der Journalist Schierer sprach Karl Lauterbach auf eine Interview-Äußerung an, in der er sagte, viele der Corona-Maßnahmen würden auch hervorragend zur Bekämpfung der Klimakrise taugen.
möchte der Interviewer wissen. Und Lauterbach antwortete:
Schier wirft ein: Aber sei das nicht genau das, was viele befürchten – dass die Corona-Maßnahmen nur als Vorübung für eine Klimadiktatur dienen?
Der Journalist:
So mäandert das Gespräch mit dem Politiker noch eine Weile, von dem auch das berühmte Diktum stammt, eine Impfpflicht sei ja gar kein Zwang, weil sie dazu führe,
Natürlich ist das Interview inzwischen gelöscht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt…
Mittendrin Jeremy Farrar
Und es gibt noch einen weiteren „alten Bekannten“, der von der Corona-Seite nun zur „Klima-Seite“ gewechselt ist: Jeremy Farrar, der Chef des wohl größten privaten Fonds zur Gesundheits-Finanzierung der Welt.
In Deutschland wurde dieser Unfug durch die SPD-nahe Presse, wie z.B. die Frankfurter Rundschau verbreitet.
Am 19. Februar 2020 veröffentlichte Farrar zusammen mit 26 anderen Wissenschaftlern, darunter Christian Drosten und den inzwischen wegen der Covid-Verschwörung überführten Peter Daszak, einen Brief in The Lancet mit dem Titel
in dem die Autoren erklärten:
Farrar veröffentlichte am 4. Dezember 2021 einen Meinungsbeitrag im Guardian, in dem er seine Befürchtung äußerte, dass nicht genug für die Impfung der Bevölkerung in armen Ländern gegen COVID-19 getan werde . Farrar schrieb:
Der Kreis schließt sich
Übrigens: in einem frühen Exemplar, des von der UNO verabschiedeten „Compact of the future“ wollte sich die UNO Notstands-Befugnisse geben lassen, im Fall derartiger Notstände an den nationalen Regierungen vorbei durchgreifen zu können!


