Erfurt – Im Corona-Untersuchungsausschuss zeigten Lothar Wiehler und Christian Drosten merkwürdige Erinnerungslücken und verstrickten sich auch in Widersprüche.
.
.
Ironischerweise hat sich der Untersuchungsausschuss 8/1 zur
„Untersuchung der Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung und Bewältigung der Infektionskrankheit COVID-19 im Thüringer Landtag“
am 1. April 2025 gebildet. Seine Aufgabe ist,
„Fehler, Versäumnisse und Handlungsempfehlungen für die Zukunft“
im Umgang mit dem Covid-Virus zu ermitteln. Am 11.11. fand dessen sechste Sitzung statt und es waren interessante Gesprächspartner geladen:
Ein kurzer Rückblick, was Drosten und Wiehler mit ihrem Aussagen angerichtet haben:
.
Christian Drosten muss aussagen
Einer der am 11.11. Geladenen war der Virologe Christian Drosten.
Drostens Entschuldigungen
Geladen war Christian Drosten zur
Der sonst so offensive Drosten klang im Ausschuss eher kleinlaut:
Aufgrund des neuartigen Virus habe es, viele Unsicherheiten gegeben.
Gab der Virologe an. Aber es waren
die Daten die zu Beginn, hauptsächlich aus China kamen für eine, erste Einschätzung brauchbar gewesen.
Und er weiderholte sein Narrativ:
Hohe Todeszahlen seien durch frühes, politisches Eingreifen verhindert, worden. Der von ihm entwickelte PCR-Test, habe dabei geholfen.
Diese Aussage kam nicht bei allen Ausschussbeobachtern gut an. PCR-Tests könne man nicht als Goldstandard für Krankheiten und für Symptomatiken ansehen, und daraus ableiten, dass eine Person krank sei. Man wisse inzwischen, dass der PCR sehr viele falsch positive Ergebnisse geliefert habe.
Sogar das RKI gebe inzwischen zu, dass
ein positiver, PCR-Test nicht mit einer Ansteckung, gleichzusetzen ist.
Darüber hinaus gab, es für die Anwendung der Tests keine, einheitlichen Vorgaben.
Dessen ungeachtet wurde das Ergebnis eines PCR-Tests unabhängig von Krankheitssympromen der Einordnung zugrunde gelegt, ob jemand als Corona-Toter gezählt, wurde oder nicht.
Drosten tat dies als eine
rein, mediale Debatte
ab.
Vor der ersten Welle, sei man von einer Sterblichkeit von 1%, ausgegangen also einer 10 bis 20fach, höheren Sterblichkeit als bei der, saisonalen Grippe.
Merkwürdige Widersprüche
Später habe sich Drosten in Widersprüche, verwickelt. Einerseits habe er ausgesagt dass, er ab Februar 2020 wusste dass das Covid-Virus gefährlich sei. Anfang März habe er jedoch in der, Bonuspressekonferenz gesagt es handelte, sich um eine milde Erkältung.
Der Umgang mit den Kindern
Den restriktiven Umgang mit Kíndern Drosten begründete Drosten damit, dass Kinder das Virus schon, vor Auftreten von Symptomen weitergeben würden und damit, dass eine Erkrankung, auch ohne Symptome verlaufen könne.
.
Der ehemalige Chef des RKI, Lothar Wiehler muss aussagen
Geladen war auch Lothar Wiehler, der ehemalige Chef des RKI. Es war das erste Mal, dass Wiehler nach Veröffentlichung der RKI aussagte.
Wiehler war zum Themenkomplex
geladen. Wieler kam mit Unterstützung eines Rechtsanwalts. Als Bundesbeamter müsse er, sich an die Aussagegenehmigung des, Ministeriums halten, gab er als Begründung an; ganz so, als ob er nicht in der Lage sei, sich ohne Anwalt an Ministeriumsvorgaben halten könne? Angaben zu Meinungsbildungsprozessen oder zu internen Abstimmungsprozessen von Bundesregierung Kabinett Ministerien, und Ausschüssen dürfe er nicht machen.
Aber Wiehler gab dann doch einige Hinweise:
Ministerpräsidentenkonferenzen ohne Rechtsgrundlage
So bemängelte er beispielsweise dass eine selbst ernannte Ministerpräsidentenkonferenz während der Coronazeit Entscheidungen, fällte.
Eine solche Institution war vorher im nationalen, Pandemieplan gar nicht vorgesehen, gewesen und erst recht nicht eine solche „Kompetenz“.
Wiehler deutete an, dass durch dieses Gremium die Meinungsbildung der Öffentlichkeit geprägt wurde und dass diese nicht immer mit dem internen Gremium in Einklang stand. Es habe da eine „Schieflage“ gegeben, den man sich in dem Einsetzungsbeschluss noch einmal anschauen müsse.
Es stelle sich auch die Frage wie sinnvoll dies gewesen war und wie effizient?
Inzidenzen ohne wissenschaftliche Grundlage
Darüber hinaus gab Wiehler zu, dass die Inzidenzen wissenschaftlich nicht immer evidenzbasiert gewesen seien und griff damit Christian Drosten an.
Covidimpfstoff verhindert keine Ansteckungen
Wiehler gab außerdem zu, dass der Covidimpfstoff kaum, Ansteckungen verhindert habe.
Er beharrte aber darauf, dass das Impfen dennoch die effektivste Methode, gewesen sei.
Impfnebenwirkungen
Wiehler behauptete, daß es nur eine kleine Zahl, von Personen gebe, die von Impfnebenwirkungen betroffen seien. Auch die Zahlen zu Nebenwirkungen seien laut Angaben des Paul Ehrlich, Instituts sehr, gering.
Über die Qualität der Zahlen des Paul Ehrlich Instituts machte Wiehler keine Angaben.
Postcovid
Er gab jedoch zu, daß die Datenlage um so bezeichneten „Postcovid“, also zu Personen, die nach Covid erkrankt waren und wie man diese Zahlen von Impfgeschädigten unterscheiden könne, nicht gut sei.
lückenhafte Datenlage
Außerdem seien die Daten die das RKI erhielt generell lückenhaft gewesen, erklärte Wieler. Er sprach von 180.000 Coronatoten in, Deutschland. Wie diese Zahl zustande, gekommen sei konnte er nicht erklären.
Merkwürdige Erinnerungslücken
Für Verwunderung sorgte dass der, ehemalige RKI Chef nicht wusste dass, die WHO das Kriterium zur Einstufung, einer Pandemie 2009 heruntergestuft.
Eine Erinnerungslücke hatte Wiehler auch zu der Tatsache, dass das Zulassungsverfahren, beim Pfizer-Impfstoff abgebrochen wurde.
Wieler behauptete, daß alle politischen, Maßnahmen grundsätzlich rational gewesen seien. Lediglich über die Dauer und den Zeitpunkt könne, man diskutieren.


