Ceuta: Schlepper transferieren ca. doppelt so viele unidentifizierte Grenzbrecher aus Ceuta auf die iberische Halbinsel, als die von Spanien abzuwendende EU-Bürokratie legal nach Marokko abschiebt

Quelle: Di John Edwards - http://www.navy.mil/view_image.asp?id=24188, Pubblico dominio, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1362661

CEUTA – Spanische Sicherheitskräfte berichten: Seit 30. Juli gelangen ca. 500 Grenzbrecher pro Arbeitstag unidentifiziert aus Ceuta auf das EU-Festland, während im  selben Zeitraum spanische Behörden unter Anwendung von EU-Recht lediglich 252 Anträge auf Rückführung nach Marokko erledigt haben.

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Der Innenminister Spaniens versprach nach dem Durchbruch der wohl bis zu 100.000 Afrikaner durch die EU-Außengrenze: niemand wird unkontrolliert aufs spanische Festland gelangen Keiner von ihnen:

„Niemand in Ceuta, nicht einmal Einheimische, kann die autonome Stadt ohne effektive Dokumentenkontrolle verlassen  Sie können nicht frei von Ceuta aufs Festland reisen, da die Region seit 1991 einen Sonderstatus genießt

Zwei Wochen nach dieser Aussage und drei Wochen nach dem massenhaften  Grenzdurchbruch wird bekannt, dass bereits ca. 500 Grenzbrecher das spanische Festland erreicht haben!

Umgerechnet bedeutet dies, dass tatsächlich ca. 25 unidentifizierte Personen pro Wochentag aus Ceuta auf die iberische Halbinsel übersetzen. Man kann wohl davon ausgehen, dass unter diesen Personen, die diesen illegalen Weg wählen,  ein großer Anteil Gesetzesbrecher, Straftäter, Dschihadistem, Ausgewiesene, etc. befinden:

Und wie wird der deutsche Lesemichel dazu durch die Qualitätspressse informiert:

Die Nationalpolizei hat zwei Organisationen zerschlagen, die Migranten illegal von Ceuta auf das spanische Festland transportierten

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Tatsache ist: Spanische Behörden bearbeiteten bisher 252 Anträge auf Übernehme Illegaler durch Marokko. während im selben Zeitraum 500 illegal aus Ceuta auf das Festland übergesetzt sind

Am 30. Juli 2026 wurde die EU und ihre Außengrenze durch Marokko mit der Migrationswaffe angegriffen. Marokkanische Behörden  unterstützten bis zu 100.000 Personen aus ganz Afrika dabei, illegal die Außengrenze zu überwinden. Ein großer Teil von ihnen ist inzwischen zurückgekehrt, aber aktuell befinden sich noch ca. 10.000 Illegale  in Ceuta.

Nun wurde in der spanischen Presse veröffentlicht, dass in Sicherheitskreisen davon ausgegangen wird, dass seit 30. Juli ca. 500 Personen von Ceuta illegal auf das spanische Festland übergesetzt sind, ohne sich von den Behörden identifizieren zu lassen:

Das Ziel: auf den Kontinent übersetzen

Die Motivlage einiger unter den in Ceuta illegal Eingereisten und nicht nach Marokko zurückgekehrten ist klar und eindeutig. Viele von ihnen geben ganz offen zu, nach ihrer illegalen Einreise in die EU nun illegal und damit ohne Identifikation nach Spanien, also auf den Kontinent übersetzen zu wollen:

„Es wird schon eine Möglichkeit geben, aufs Festland zu gehen. Sie können uns ja nicht ewig hierbehalten“, meint er. In Spanien möchte er aber dann nicht auf Dauer bleiben. „Ich will nach Deutschland, Österreich oder Holland. Die Menschen da sollen freundlich sein.“

Auch illegal:

Das spanische Festland in einem kleinen Fischerboot zu erreichen, in dem wir uns unter Planen verstecken können, ist nicht schwer. Ich kenne Leute und weiß, wo ich fragen muss

Unter denen, die nun in die EU zurück wollen, sind sogar solche die, aus Deutschland abgeschoben wurden. Ein Grenzbrecher

spricht fließend Deutsch. Seine Mutter ist Marokkanerin, sein Vater Palästinenser. Sechs Jahre habe er in Freiburg gelebt, erst im Februar sei er von den deutschen Behörden abgeschoben worden – nach Marokko. Nun sieht er seine Chance gekommen, um zurückzukehren.

Gegenüber dem Reporter der Welt gibt er an,

„eine Zukunft in Spanien“

aufbauen zu wollen. Einige Tage zuvor hate er jedoch gegenüber dem Nachrichtenportal nius noch eingestanden, nach Deutschland zurück zu wollen (Min. 33:00 ff).

Kriminelle wollen auf das Festland gelangen

Welche Personen sich aktuell noch in Ceuta aufhalten ist weitgehend unbekannt. Die Behörden sind, Presseberichten zufolge, aktuell noch damit beschäftigt, die Personen abzuarbeiten und zu identifizieren, die vor dem 30. Juli illegal in Ceuta eingereist sind.

Man dürfte jedoch unterstellen, dass diejenigen, die tatsächlich verfolgt werden und einen echten  Asylgrund haben, in Ceuta den offiziellen Weg gegen und sich identifizieren und registrieren lassen.

Personen, die etwas auf dem Kerbholz haben, dürften hingegen wenig Interesse an einer Identifikation haben und stark motiviert sein, illegal von Ceuta aus auf die iberische Halbinsel zu gelangen.

Die Preise für eine Überfahrt von Ceuta auf das Festland liegen nach dem Grenzdurchbruch bei bis zu 7000€ pro Person. Ob diese Preise dann von den Grenzbrechern dann z.B. durch den Verkauf von Drogen abgearbeitet werden müssen oder ob Leute, die oftmals keinen Pass bei sich haben, diese Preise auf anderen Wegen bezahlen, mag der Leser sich selbst überlegen. Unter denen, die bei einer illegalen Überfahrt identifiziert wurden, befanden sich jedoch eindeutig Kriminelle:

So ging der Polizei am 4. August beim Versuch, eine Fähre nach Algeciras zu besteigen ein Mann ins Netz. Bei den Kontrollen stellte die Polizei fest, dass gegen ihn ein gültiger europäischer Haftbefehl vorlag;

„Die Polizei verhaftet im Hafen von Ceuta einen in Frankreich gesuchten Kriminellen. Gegen den Festgenommenen lag ein europäischer Haftbefehl wegen Drogenhandels, Gewaltverbrechen, illegalen Waffenbesitzes, Eigentumsdelikten und Mitgliedschaft in einer organisierten Gruppe vor“

Aus Drogenhändlern werden nun Menschenhändler

Einer der ehemals ranghöchsten Grenzschützer in Ceuta weist die Vorstellung zurück, dass das Schleppertum durch eine organisierte Mafia durchgeführt würde. Stattdessen würden kleine Gaunerbanden, die sonst Drogen aus Afrika in die EU schmuggeln nun ihre Boote nicht mehr mit Drogen, sondern mit Grenzbechern füllen:

„In der Presse ist von Mafias die Rede, dabei sollte man von Netzwerken sprechen. Es handelt sich nicht um kriminelle Gruppen. Es ist sehr schwierig, innerhalb der Einwanderergemeinschaft eine organisierte Gruppe zu finden . Sehr schwierig. Zumindest im marokkanischen Teil. Es sind Netzwerke oder Mikronetzwerke, bestehend aus drei oder vier Personen, Punkt. Aber sie haben nicht einmal die Kapazität, ein Zehntel dessen zu organisieren, was tatsächlich existiert. Unmöglich“, betont er.

Die Lokalpresse bestätigt dazu:

„Die großen Drogenhändler verlagern ihre Aktivitäten in diesem August auf den Schmuggel von Migranten. Sie nutzen dieselben Boote, die zuvor für den Haschischschmuggel eingesetzt wurden, um nun Menschen anstelle von Drogenballen zu transportieren“

Von Beginn an tägliche Überfahrten

Bereits unmittelbar nach dem Durchbruch versuchen Illegale, die nicht identifiziert werden wollen, auf jedem nur erdenklichen Weg auf das Festland zu gelangen, wie man der Lokalpresse aus Ceuta entnehmen kann:

„Am Samstagnachmittag legte ein Boot vom Strand von Bolera ab, nachdem es mehrere Personen aufgenommen hatte, und flüchtete in Richtung der Gewässer der Halbinsel“

Die Lokalpresse berichtet dann anlässlich einer Festnahme seit dem 2. August über Angebote von Ceuta auf die iberische Halbinsel überzusetzen:

„Zwei Personen wurden bereits festgenommen und vor Gericht gestellt, weil sie Marokkaner auf die Halbinsel transportiert hatten, aber es gibt immer wieder neue Versuche.“ Am selben Tag zeigt ein erstes „Video [ […] ] eine Landung in Getares. Quellen dieses Mediums zufolge startete das Schlauchboot in Ceuta. Es gibt viele weitere Fälle dieser Art: Jetskis, kleine Boote, Sportboote […] Der Fluchtweg besteht darin, mit allen notwendigen Mitteln auf die Halbinsel zu reisen und dabei die von den Netzwerken angebotenen geheimen Dienste in Anspruch zu nehmen“ und „Seit dem Masseneinbruch durch den Tarajal-Wellenbrecher wurden mehrere Bootskapitäne, Jetski-Fahrer und Autofahrer festgenommen“  (auch https://elfarodeceuta.es/huidas-ceuta-peninsula-tras-avalancha/ und https://elfarodeceuta.es/mafias-hacen-agosto-avalanchas-ofreciendo-fugas-inmigrantes/).

Sogar Gleitschirme werden eingesetzt.  Am 2. August wurde gemeldet:

„In Schlauchbooten, auf Motorrädern, in kleinen Booten […] die Abreisen der Marokkaner sind unaufhörlich […] Sie verlassen Ceuta geschlossen und fahren auf die andere Seite der Meerenge, um einer Festnahme durch die Sicherheitskräfte zu entgehen. Nicht alle wollen in ihr Heimatland zurückkehren, und einige haben auf der anderen Seite noch unerledigte Angelegenheiten. Der Fluchtweg besteht darin, mit allen notwendigen Mitteln auf die Halbinsel zu reisen und dabei die von den Netzwerken angebotenen geheimen Dienste in Anspruch zu nehmen.“

Am 2. August kamen auch die ersten Meldungen von gestellten Schleppern. In seinem Boost wurden elf Marokkaner festgestellt, de nicht identifiziert werden wollten:

„Zwei Personen wurden bereits festgenommen und vor Gericht gestellt, weil sie Marokkaner auf die Halbinsel transportiert hatten, aber es gibt immer wieder neue Versuche“

Pro Wochentag gelangen knappe 25 unidentifizierte Grenzbrecher illegal auf das spanische Festland

Am 19. August meldet die Lokalpresse:

„Menschenhändlerringe haben ihre Vorgehensweise in Nordafrika geändert . Die Vereinigung der Guardia Civil ( AUGC ) warnt davor, dass diese kriminellen Organisationen ihre Aktivitäten nicht mehr auf die Organisation irregulärer Einreisen nach Ceuta oder Melilla beschränken, sondern die autonomen Städte nun als Transitknotenpunkte nutzen, um Migranten direkt per Boot auf das spanische Festland zu bringen und so die Grenzkontrollen zu umgehen. Quellen innerhalb der Guardia Civil warnen, dass diese Route von diesen Organisationen seit mehreren Jahren genutzt wird, wobei die Sommermonate ausgenutzt werden, um so viele Menschen wie möglich zu transportieren.“

Wenige Tage später wird ergänzt, dass es in 3 Wochen bereits 500 Illegale geschafft hätten das Festland zu erreichen:

„Schleuserbanden haben mindestens 500 Migranten auf das spanische Festland gebracht, nachdem diese am 30. und 31. Juli im Zuge der Massenflucht in Ceuta angekommen waren… Seit dem Ausbruch der Migrationskrise vor drei Wochen überwachen Beamte verschiedene Schiffe, die von kriminellen Organisationen in Algeciras, La Línea de la Concepción und anderen Orten in Cádiz und Málaga gechartert wurden. Diese Boote nahmen in der autonomen Stadt zahlreiche Gruppen von Marokkanern und Menschen aus Subsahara-Afrika auf und brachten sie an die andalusische Küste… „Täglich werden Boote mit Migranten abgefangen. Einige werden gefasst, die meisten können jedoch entkommen“, so die gleichen Quellen.“

Ca. 500 Grenzbrecher in drei Wochen bedeutet, dass es pro Wochentag knapp 25 Grenzbrecher schaffen aus Ceuta hinaus zu gelangen und auf das spanische Festland überzusetzen, ohne dass jemand weiß, wer sie sind.

Pro Arbeitstag werden 18 Anträge identifizierter Grenzbrecher zur Rücküberstellung nach Marokko erledigt

Auf der anderen Seite hat die Lokalpresse in Ceuta inzwischen  ermittelt, dass auf spanischer Seite seit dem 30. Juli lediglich 252 ordnungsgemäße Verfahren auf Rücküberführung über die EU-Außengrenze nach Marokko abgeschlossen werden.

Stand heute Mittwoch und seit dem massiven Ansturm am 30. Juli wurden 252 Rückerstattungsanträge bearbeitet , im Durchschnitt 18 pro Tag, Wochenenden und Feiertage ausgenommen. Es handelt sich um einen echten Flaschenhals, ein Gewirr, das das System daran hindert, so zu funktionieren, wie es sollte, da es an einem umfassenden Plan mit Verstärkungen zur Beschleunigung der Polizeimaschinerie mangelt.

Da in dieser Meldung nur von „Rückerstattungsanträgen“ die Rede ist, dürfte damit nur der formale Akt auf spanischer Seite gemeint sein. Ob Marokko diese Leute dann überhaupt übernimmt, ist an dieser Stelle noch völlig unklar.

Die Behörden Spaniens lassen doppelt so viele illegale aus Ceuta aufs Festland durch kommen, als sie nach Marokko zurücküberstellen

So stehen nun die zahlen im Raum, dass den spanischen Behörden seit dem Grenzdurchbruch ca. 500 Illegale durch die Lappen gegangen sind und von aus Ceuta auf das EU-Festland gelangten und dass im selben Zeitraum für 252 Personen durch die spanischen Behörden unter Anwendung geltenden Rechts Anträge zur Rückübernahme nach Marokko erledigt.

Rechnet man dies auf eine Fünftagewoche um, da die Behörden bei der Rücküberführung nach Marokko ja nur fünf Tage die Woche arbeiten wollen, so erhält man eine Arbeitsleistung von 252/15= 16,8 offiziell rücküberstellten pro Arbeitstag.

Nähme man an, dass die Schlepper auch nur an 5 Tagen die Woche arbeiten würden, so erhielte man eine Arbeitsleistung von 500/15= 33,3 erfolgreichen illegalen Transfers auf das Festland pro fiktiver Fünftagewoche bei Schleppern. Da diese jedoch sicher an 7 Tagen die Woche ihre Dienste anbieten, dürften es tatsächlich 500/21= ca. 24 Transfers pro Wochentag sein.

Fakt ist damit, dass die illegale Ausreise aus Ceuta doppelt so schnell funktioniert. die die spanischen Behörden Papiere für die legale Ausreise bearbeiten, wobei bei Letzteren völlig unklar ist, ob Marokko diese Personen dann auch übernimmt.

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