LONDON – in einem, Interview mit der britischen BBC spricht Mr. Brexit, Nigel Farrage, von der Mitschuld des Westens an dem Ukraine-Russland-Krieg.
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Das im westen vorherrschende Narrativ zum Ukraine-Russland-Krieg setzt beim völkerrechtswidrigen Einmarsch der russischen Armee in Richtung Kiew im Februar 2022 an. Was davor war wird ausgeblendet. Der Vorsitzende der britischen Reformpartei, Nigel Farage, hat am 17.10. in der BBC erklärt, der Westen habe den Krieg in der Ukraine „provoziert“.
Weniger als zwei Wochen vor den Parlamentswahlen sagte Farage, er habe 2014 im Europaparlament vor einem Krieg in der Ukraine gewarnt.
sagte Farage.
„Wir haben diesen Krieg provoziert. „Putin hat das, was wir getan haben, als Vorwand benutzt“,
fügte er hinzu. Premierminister Sunak bezeichnete Farages Äußerungen nach der Sendung als „völlig falsch“. Labour-Chef Starmer nannte die Äußerungen „empörend“.
Ein Blick zurück:
Die heutige Situation in der Ukraine hat eine lange Vorgeschichte, ohne deren Kenntnis eine Beurteilung unserer Überzeugung nach nicht möglich ist. Der Beginn dieser Geschichte ist zweifellos die Gründung der NATO 1949 auf Betreiben der USA. Lord Ismay, der erste Generalsekretär der NATO, sagte damals:
Noch deutlicher wird viele Jahre später der damalige Chef des bedeutenden US-Think-Tanks „Stratfor“, George Friedman. Er sagte am 4. Februar 2015 im Chicago Council on Global Affairs:
Im Jahr 1989 erklärte Paul Wolfowitz, politischer Berater von George W. Bush, stellvertretender Verteidigungsminister unter Minister Donald Rumsfeld:
Brzezinski, Berater der US-Präsidenten von Lynden B. Johnson bis Obama schrieb 1997 in seinem Buch: „The grand Chessboard“ – deutscher Untertitel: „Amerikas Strategie der Vorherrschaft“:
Das hat nun trotz massiver US-amerikanischer Unterstützung des Maidan-Putsches in Kiew nicht geklappt. Die USA haben aber einen US-hörigen Präsidenten einsetzen können: damals Poroschenko. Gerade 3 Tage im Amt erklärte Poroschenko:
Im Jahr 2019 sagt laut telegram-Kanal „mitte steht auf“ ein gewisser Oleksiy Arestovych – er wird dort Berater des ukrainischen Präsidenten genannt -:
Am 2. Mai 2014 starben im Gewerkschaftshaus in Odessa, das von rechtsgerichteten ukrainischen Nationalistin in Brand gesteckten worden war, mindestens 40 pro-russische Aktivisten. Das war der Beginn des Bürgerkriegs, der dort seit acht Jahren mit etwa 14.000 Toten, unzähligen Verletzten, Millionen traumatisierter Menschen und zerstörter Infrastruktur herrscht.
Dazu hat der „Wertewesten“ nicht nur geschwiegen, sondern die rechtsgerichteten Kampfgruppen, die die Regionen Donezk und Lugansk immer wieder angegriffen haben, indirekt unterstützt.
Denn eigentlich wären Deutschland und Frankreich, die zusammen mit Russland und der Ukraine das Minsker Abkommen vom 12. Februar 2015 ausgehandelt hatten, verpflichtet gewesen, für die Einhaltung des Abkommens einzutreten.
Laut Wikipedia zielte dieses Abkommen
„auf eine Deeskalation und Befriedung des seit 2014 in der Ost-Ukraine herrschenden Kriegs und sollte eine politische Beilegung des Konflikts herbeiführen.“
Dass dieser Krieg ganz gezielt geführt und eskaliert wurde kann man im ´Voltaire Netzwerk` vom 22. Februar 2022 nachlesen:
Sogar im ‚Handelsblatt‘ vom 24. Februar 2022 stand:
All das geschah vor der russischen Militäroperation! Das Minsker Abkommen war damit von vornherein zum Scheitern verurteilt. Unter diesen Umständen war die Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk als souveräne Staaten eine nachvollziehbare Entscheidung Putins.
Vergegenwärtigen wir uns auch, dass Russland seit Anfang der 1990er-Jahre um Kooperation mit Westeuropa, insbesondere mit Deutschland, intensiv geworben hat. Eine solche für beide Teile sinnvolle Zusammenarbeit wurde von den USA systematisch unterbunden.
Wie sehr Deutschland unter US-Kuratel steht, ist auch daran zu erkennen, dass sich auf deutschem Boden fast 40 US-amerikanischen Militärstützpunkte befinden und mit der US-Air-Base in Ramstein die größte ausländische US-amerikanische Kriegsdrehscheibe. Ohne diese US-amerikanischen militärischen Stützpunkte hätten die Kriege gegen Serbien 1999, gegen Afghanistan 2001 bis 2021, gegen den Irak 2003, gegen Libyen 2011 und Syrien ab 2011 so nicht geführt werden können.
Höchstgefährlich ist auch die Lagerung von ca. 20 US-amerikanischen Atombomben in Büchel, Südeifel, für deren Einsatz Deutschland nun teure Kampfjets in den USA kaufen soll/will.
Wie sehr Deutschland ein höriger Vasallenstaat der USA ist, zeigt sich gerade wieder in der Verhinderung der Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2. Ohne Not werden schwerwiegende Beeinträchtigungen, Preissteigerungen und Versorgungsengpässe in Kauf genommen. Weder gegen die militärische Präsenz der USA in Deutschland noch gegen die wirtschaftliche Unterwerfung, die sich auch in den Nachteilen für die deutsche Wirtschaft durch die verhängten Sanktionen gegen Russland zeigt, haben deutsche Politiker etwas unternommen.
Nachtrag:
In seiner Weihnachtsvorlesung argumentierte Prof. Hanns-Werner Sinn ähnlich:


