Markus Söder gibt zu: Die AfD wird bald mitregieren

Quelle: Von Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=164753440

BERLIN/MÜNCHEN: Politisches Apartheids-System vor dem Ende; Abwicklung des Brandmauer-Narrativs in vollem Gang.

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Offiziell existiert von den Altparteien eine so bezeichnete „Brandmauer“ zur AfD die das Ziel hat auf demokratische Weise die Altparteien an der Macht  zu halten und ca.  ein Drittel der Bevölkerung von der politischen Willensbildung auszugrenzen.

Inoffiziell hingegen bereitet sich die Union offenbar bereits auf eine Minderheitsregierung unter einer themenbezogenen Duldung von SPD und AfD vor. Der beste Indikator hierfür dürften die Narrative des bekanntesten politischen Wetterfroschs der Republik sein: Markus Söder.

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Wetterfrosch Markus Söder läßt erkennen: das Ende der „Brandmauer“ ist schon in Sicht

Der Wählerwille und um sich greifende Existenzangst treibt die Union langsam zur Vernunft: Die Erfolge der AfD bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und das erste Scheitern der Union an der 5%-Hürde haben die Union zu einem weiteren Schritt in Richtung Abwicklung ihrer „Brandmauer“-Narrative getrieben. Zwischen

Merz hat versprochen, dass unter ihm die Union zur Brandmauer gegen die AfD steht

und

„Konzept der Brandmauer ist gescheitert“

liegen bei Markus Söder nicht einmal zwei Jahre!

„Brandmauer“ mit ca. 3-jähriger Lebensdauer

Übernommen hatte die CSU den Begriff der „Brandmauer“ zur AfD wohl im Sommern 2023. Einer Sitzung des Parteivorstands vom 24.7.2023 ist  zu entnehmen:

Die Brandmauer gegen die AfD steht Söder stellt klar: „Die CSU lehnt jede Zusammenarbeit mit der AfD ab — egal, auf welcher politischen Ebene.“

Markus Söder hat den Begriff „Brandmauer“ hiernach vielfach  weiterverwendet. Seine Haltung hat sich jedoch in diesem Zeitraum –  wieder einmal – deutlich verändert.

Bis in das Frühjahr 2026 hinein hat Söder die „Brandmauer“ zur AfD regelmäßig verteidigt. Ab September 2026 und nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt erklärte er sie für gescheitert und schlug Alternativen wie einen „Schutzwall“ vor.

Seit dem 18. Oktober 2026 fordert er nun eine „Brandmauer nach links“. Eine chronologische Übersicht der wichtigsten dokumentierten Zitate und Aussagen, in denen Söder den Begriff selbst verwendet hat verdeutlicht Söders „Flexibilität“:

1. Verteidigung der Brandmauer (bis Frühjahr 2026)

Natürlich war Markus Söder einer der glühendsten Propagandisten der von Sozialisten in der SPD ausgerufenen „Brandmauer“ zur AfD

2. „Söder erklärt ‚Brandmauer‘ für gescheitert“ (September 2026)

Dieses von Ihnen genannte Beispiel entspricht realen Aussagen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:

3. Neueste Wendung: „Brandmauer nach links“ (18. Oktober 2026):

Bei seiner Rede auf dem „Deutschlandtag“ der Jungen Union heute (18.10.2026) hat Söder den Begriff neu ausgerichtet

  • „Wenn man mal über Brandmauern redet, dann braucht es eher mal nach links eine.“ (direktes Zitat, Tagesschau und Tagesspiegel, 18.10.2026) Kontext: Kritik an den Sondierungen von SPD, Grünen und Linken in Berlin (rot-grün-rot).
  • Söder forderte eine Abgrenzung nach links, Informationssperren für eine solche Regierung und warf der Linken „tief verwurzelten Antisemitismus“ vor.

Am 23.10. hat Markus Söder das „Wort“ Brandmauer beerdigt

„Brandmauer ist als Wort sicher abgebrannt“

sagte er in ZDF und führte dazu aus:

Zusammenfassung der Entwicklung:

Markus Söder versucht sich verzweifelt in der Narrativabwicklung

  • Bis 2025: „Die Brandmauer steht – härter denn je.“
  • September 2026: „Das Konzept Brandmauer ist gescheitert“ + „Schutzwall“ statt Brandmauer.
  • Oktober 2026: Umdeutung des Begriffs zu einer „Brandmauer nach links“.

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