Trump wirkt: AfD wird zur nächsten Münchener Sicherheitskonferenz eingeladen

Quelle: Von MSC/Kuhlmann - https://securityconference.org/mediathek/asset/a-conversation-with-the-vice-president-of-the-united-states-20250507-1944/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=172279079

MÜNCHEN/WASHINGTON – Nachdem der Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, in Sachen Demokratie auf Konfrontationskurs mit der US-Regierung  gegangen ist, ist er nicht mehr mehr Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz und die AfD, dem Wunsch der US-Regierung folgend, zur MSC eingeladen!

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Auf Ischinger folgt Heusgen und auf Heusgen Ischinger als Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, doch warum?
Im Frühjahr 2008 wurde Wolfgang Ischinger auf eigenen Wunsch hin vom Auswärtigen Dienst beurlaubt, um dem Willen der Bundesregierung Merkel entsprechend den Vorsitz der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) als Nachfolger von Horst Teltschik zu übernehmen. 2022 folgte ihm der ehemalige außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis 2025. Als dessen Nachfolger war wiederum der ehemalige NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg vorgesehen, der jedoch ein Regierungsamt in seiner Heimat übernahm.
Vor zwei Monaten dann meine Kehrtwende: Nicht Jens Stoltenberg, sondern erneut Wolfgang Ischinger werde die Münchner Sicherheitskonferenz des Jahres 2026 eröffnen und leiten. Der ehemalige NATO-Generalsekretär und aktuelle norwegische Finanzminister werde seine Tätigkeit als Vorsitzender der Sicherheitskonferenz erst nach dem Ende seines Regierungsamts in Norwegen beginnen.

Als ob man das nicht bereits bei dessen Benennung gewußt hätte, drängt sich auf dass die US-Regierung diese  Rochade mindestens nicht ungelegen kommt, zumal Ischinger sofort bekannt gab, daß wer den Ausschluß der AfD von der Konferenz nicht fortsetzen werde.

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Merkwürdige „Fügungen“

Tatsache ist jedenfalls, dass  Vizepräsident Vance am 7. Mai 2025 am Munich Leaders Meeting (MLM) in Washington, DC, teilnahm, wo er mit Wolfgang Ischinger eine Podiumsdiskussion führte.

Die Sache mit den „Werten“

Es ging bezeichnenderweise um

Diese Veranstaltung der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) brachte Entscheidungsträger zusammen, um über Themen wie die Ukraine, China, Handel und Technologie zu beraten.
Genau das waren auch die einleitenden Worte von Vance bei seiner  Rede in München
In dieser Rede ging es um die „Werte“:
Werte, die von zu vielen aus der Elite der EU inzwischen mit Füßen getreten werden:
Am 23.12., in der EU war es bezeichnenderweise der 24.12. sanktionierten die USA den ehemaligen EU-Kommissar Thierry Breton, den Architekten des „globalen Zensur-industriellen Komplexes“, aus dessen Feder der Digital Services Act (DSA) stammt. Doch damit nicht genug! Wie jedes Imperium wollte Vance als Vertreter der USA von seinen Vasallen den Treueschwur einfordern:
Doch er wurde brüsk abgewiesen.

Beispielhaft kritisiert Vance den Gastgeber Heusgen und fordert Dialog ein

Der US-Vizepräsident  nahm sich sogar heraus den Gastgeber der Konferenz zu brüskieren und öffentlich vorzuführen und erinnert daran, dass Dialog nicht abgebrochen werden dürfe:
Genau diese Worte wählte auch der neue Gastgeber, Wolfgang Ischinger, der – aus welchen Gründen auch immer nach einem Gespräch mit Vance im Mai über „gemeinsame Werte“ (vgl. Titelbild): Die Konferenz sei
argumentierte Ischinger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
so Ischinger.

Demokratie als Herrschaft des Volkes

Vance bringt in diesem Zusammenhang als Begründung die Demokratie als Herrschaft des Volkes in Erinnerung:
Wer dies nicht so sieht, der ist für die US-Regierung der „innere Feind“:
Ob auch Heusgen sich durch die Ausladung der AfD sich als Mitglied im Kreis der „inneren Feide“ qualifizierte, wissen wir nicht. Was wir wissen ist, dass Heusgen nach dieser Ausladung der AfD nicht mehr Chef der Sicherheitskonferenz ist!
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Wurde Heusgen durch die US-Regierung  abgesägt und durch Ischinger ersetzt?

Heusgen selbst  argumentierte nach der Vance-Rede im ZDF, man habe anhand der Rede des US-Vizepräsidenten erkannt,
Doch damit nicht genug:

Der Leser möge selbst entscheiden, ob die US-Regierung vor diesem Hintergrund ein Interesse an Heusgen als Leiter der MSC hat,

Tatsache ist, dass es die letzte Sicherheitskonferenz für Heusgen war. 2026 wird der AfD-Rauswerfer die Sicherheitskonferenz nicht mehr leiten.

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Wissenswertes zur MCS aus Wikipedia:

An der Finanzierung der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Münchner Sicherheitskonferenz beteiligt sich auch die Bundesregierung.[67][68] Im Jahr 2014 bezifferte sie die Kosten der Veranstaltung auf 1,1 Mio. Euro (ohne Personal) und übernahm selbst 350.000 Euro davon.[69] 2019 und 2020 übernahm das Bundespresseamt jeweils ca. 0,5 Mio. Euro, das Verteidigungsministerium unterstützte die Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz mit jährlich 1 Mio. Euro und die personellen Unterstützungsleistungen durch die Bundeswehr sowie das Verteidigungsministerium wurden mit jährlich ca. 1 Mio. Euro angegeben.[70] Weiterhin fördert die Stadt München die Konferenz. Die bayerische Staatsregierung veranschlagte für die Münchner Sicherheitskonferenz in den Jahren 2019 und 2020 nach eigenen Angaben 245.000 Euro an Ausgaben, die innerhalb des Haushalts der Stadt München, sowie dem Bundesland Bayern vermerkt werden.[71]

Die Konferenz wird auch vom Partner Siemens Energy sowie den Associate Partnern Allianz SEBMWHensoldt und Krauss-Maffei Wegmann unterstützt. Zu den NGO-Partnern der Veranstaltung zählen u. a. die Bill & Melinda Gates Foundation, der Bundesverband der Deutschen Industrie, die Robert Bosch Stiftung und der Wellcome Trust.[72]

Nach der Umstrukturierung der Münchner Sicherheitskonferenz GmbH zu einer gemeinnützigen GmbH im Jahr 2011 wurde 2018 zusätzlich die Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz gegründet.[73] Ischinger brachte sein Geschäftskapital ein, der Freistaat Bayern eine Million Euro und der Bund beteiligte sich mit zwei Millionen Euro. Präsident des Stiftungsrats ist Wolfgang Ischinger.[74][75][76]

Advisory Council

Mitglieder des Advisory Council während der 55. MSC

Mit dem Advisory Council wurde 2009 ein MSC-Beirat gegründet,[4] der den Vorsitzenden bei der strategischen Ausrichtung und Entwicklung der Sicherheitskonferenz unterstützt. Dem Beirat gehören angesehene Persönlichkeiten aus dem öffentlichen und privaten Sektor an.[77]

Vorsitzender des Advisory Councils sind Paul Achleitner, früherer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bank und Mitglied des Aufsichtsrats der Bayer AG sowie Chrystia Freeland, Ministerin für Transport und innerländischen Handel in Kanada und ehemalige stellvertretende Premierministerin und Finanzministerin in Kanada.

Die weiteren Mitglieder sind:

(Stand 17. November 2025[78])